Sollen 15-Jährige Mitarbeiterinnen dieses Shirt tragen? In den sozialen Netzwerken ernet American Apparel mit dem Slogan viel Kritik.
Sollen 15-Jährige Mitarbeiterinnen dieses Shirt tragen? In den sozialen Netzwerken ernet American Apparel mit dem Slogan viel Kritik. © Foto:Twitter / TheDebrief

Protest gegen Werbeaktion | | von Frauke Schobelt

Neuer Sexismus-Ärger für American Apparel

Beim US-Shopping-Großevent "Black Friday" wollte die insolvente Modekette American Apparel alles geben - zum Leidwesen einer Mitarbeiterin. Denn diese sollte ein T-Shirt mit dem doppeldeutigen Slogan "Ask me to take it all off" anziehen ("Fordere mich auf, alles auszuziehen"). Junge Mitarbeiter als Freiwild für Kunden? Der Shitstorm mit Sexismusvorwürfen ließ nicht lange auf sich warten. American Apparel hat die Kampagne mittlerweile gestoppt.

Die Wogen schlugen hoch, nachdem die Mitarbeiterin des kalifornischen Unternehmens dem Online-Dienst Jezebel.com anonym von der Aktion berichtete und sich beschwerte:  "Ich finde den Slogan ekelhaft und geschmacklos", schreibt sie in einer E-Mail. "Wenn ich das T-Shirt trage, gibt American Apparel damit Kunden das Recht, mich und meine Kollegen zu belästigen." Dabei arbeiteten in den Filialen viele junge Mädchen im Highschool-Alter, was den Spruch besonders problematisch mache. American Apparel habe seinen Beschäftigten "ausdrücklich empfohlen", die Shirts oder einen Anstecker mit dem Spruch am Black Friday zu tragen, so die Mitarbeiterin. Der Bericht führte zu einer Welle der Empörung in der Social-Media-Community.

American Apparel hat laut Jezebel die Kampagne mittlerweile zurückgezogen. Mit der Aktion wollte das Unternehmen auf zusätzliche Rabatte aufmerksam machen. "Wir sehen ein, dass das eine Mitarbeiterin verärgert hat, die ihre Bedenken geäußert hat", hieß es in einem Statement. Aus diesem Grund habe sich das Management entschieden, den Slogan nicht weiter zu verwenden.

American Apparel und vor allem seinem Gründer Dov Charney wurde in der Vergangenheit oft Sexismus vorgeworfen. Nicht nur in der Werbung, sondern auch den Mitarbeitern gegenüber. Mittlerweile führt Paula Schneider das angeschlagene Unternehmen, das seitdem um den richtigen Kurs ringt. Und die richtige Dosis Sex.

Neuer Sexismus-Ärger für American Apparel

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