| | von Frauke Schobelt

Nielsen: Werbemarkt ist 128 Milliarden Dollar schwer

Um 3,1 Prozent auf 128 Milliarden US-Dollar sind die weltweiten Werbeausgaben im ersten Quartal 2012 gestiegen. Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Das entspricht ungefähr dem Bruttosozialprodukt von Ecuador. Und es sind vor allem Afrika, der Mittlere Osten und Lateinamerika, die laut dem "Global AdView Pulse" von Nielsen das Wachstum prägen.

Das Vertrauen in Stabilität und Wirtschaft kehrt zurück - auch der Arabische Frühling beflügelte die Werbeinvestitionen: Im Mittleren Osten und Afrika stiegen sie um 23,3 Prozent, in Ägypten sogar um 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zuwächse verzeichnet auch Lateinamerika (9,6 Prozent), Nordamerika (2,1 Prozent) und der asiatisch-pazifische Raum (plus 1,7 Prozent). Einzig Europa verzeichnet einen Rückgang der Werbeinvestitionen um 1,4 Prozent, wobei die von der Rezession am stärksten betroffenen Länder die höchsten Einbußen hinnehmen mussten. 

Fernsehen, Zeitungen, Radio, Außenwerbung, Internet und Kinowerbung profitierten alle von der gestiegenen Werbelust (siehe Grafik). Vor allem die Internetwerbung erreichte mit einem Plus von 12,1 Prozent im ersten Quartal die höchsten Zuwachsraten. Die Mehrheit der weltweiten Werbeausgaben fließt aber nach wie vor ins Fernsehen.

Bei den Branchen liegt der Handel vorne, seine Werbeausgaben stiegen weltweit um 10,8 Prozent. Aber auch die Telekommunikationsanbieter legten ordentlich zu: sie investierten 7,8 Prozent mehr in Werbung. Den größten Anteil der weltweiten Werbespendings nehmen mit 23,4 Prozent die Fast Moving Consumer Goods (FMCG) ein, gefolgt mit einem größeren Abstand von der Unterhaltungsbranche mit 12,1 Prozent.

Die einzigen Bereiche mit rückläufigen Werbeinvestitionen im ersten Quartal 2012 waren Gebrauchsgüter (Haushaltsgeräte, Möbel & Dekoration, Informationstechnologie) sowie Industrie & Dienstleistungen (Unternehmensservices, Immobilien, Institutionen, Energie & Wasser). Zusammen stehen diese Sektoren für mehr als 16 Prozent aller Werbeausgaben.

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