Bilanz | | von Deutsche Presse-Agentur

Nike scheffelt Milliarden und lässt Adidas und Puma weiter hinter sich

Starke Verkäufe in China und höhere Preise für Sportartikel haben dem US-Konzern Nike zu einem Milliardengewinn verholfen. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende August kletterte der Überschuss um 23 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar (1,05 Mrd Euro), wie Nike am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Der weltweite Marktführer übertraf damit einmal mehr die Analystenerwartungen und zementierte seinen Führungsanspruch in der Branche.

Soviel wie Nike im zurückliegenden Quartal hatte der nächstgrößere Konkurrent Adidas in seinen besten Zeiten nicht im ganzen Jahr verdient. Die Franken versuchen derzeit vor allem in Nikes Heimatmarkt aufzuholen, denn dort hatten sie zuletzt den Geschmack der Verbraucher nicht mehr getroffen. Auch die weltweite Nummer drei, Puma, sucht seit Jahren vergeblich den Anschluss an die Weltspitze.

Nike habe einen großartigen Start in das Geschäftsjahr gehabt, kommentierte Nike-Chef Mark Parker die Ergebnisse. "Wir sind gut aufgestellt, um langfristig Wachstum zu liefern, das sowohl nachhaltig als auch profitabel ist." Der Konzern konnte seine Artikel im zurückliegenden Quartal zu höheren Preisen verkaufen. Auch Zuwächse im lukrativen Online-Geschäft sowie eine niedrigere Steuerquote halfen dem Gewinn auf die Sprünge.

Der Umsatz kletterte von Juni bis August um fünf Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar (7,5 Mrd Euro). Im Vergleichsquartal im Vorjahr hatte der Hype um die Fußball-Weltmeisterschaft den Absatz kräftig angekurbelt. Ohne den Einfluss des starken Dollar, der die Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung schmälert, hätte das Umsatzplus bei 14 Prozent gelegen. Während unter der Hausmarke Nike sechs Prozent mehr Sportartikel und Schuhe als im Vorjahreszeitraum verkauft wurden, gingen die Erlöse unter dem Label Converse um drei Prozent zurück.

In Westeuropa, wo Adidas und Puma Zuhause sind, sank der Umsatz währungsbedingt um vier Prozent, während er im Heimatmarkt Nordamerika um acht Prozent zulegte. Am besten liefen die Geschäfte in Asien, vor allem in China, wo die Erlöse um 30 Prozent anstiegen. Einige Marktbeobachter hatten zuvor befürchtet, dass die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und die Probleme in anderen Schwellenländern auch Nike einen Dämpfer verpassen könnten.

Analysten lobten die Zahlen. Nike habe sich selbst in den schwierigsten Regionen behaupten können und baue seinen Marktanteil aus, schreibt Analyst Cedric Lecasble von Raymond James. Einziger Wermutstropfen sei, dass sich das Wachstum in Nordamerika im Vergleich zum starken Vorquartal etwas abgeschwächt habe. Eine gute Nachricht für die gesamte Branche ist laut Lecasble, dass die Nachfrage nach Innovationen in der Sportartikelbranche unverändert groß ist und die Verbraucher auch bereit seien, dafür entsprechend mehr zu bezahlen.

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