| | von Anja Janotta

Opel braucht auch noch einen neuen Marketingchef

Bei Opel steht der Motor nicht still: Noch weitere Manager verlassen das Lenkrad. Der Posten des Chefdesigners bleibt vakant, auch der Marketingchef muss gehen.  Der eigentlich schon designierte Designchef David Lyon hat den Mutterkonzern General Motors zwar schon verlassen, wo er das Aussehen von Buick und GM gestaltete. Er soll aber nun doch nicht zum 1. August wie geplant die freiwerdende Stelle in Rüsselsheim übernehmen.

Auch der Opel/Vauxhall-Marketingleiter Thomas Owsianski nimmt seinen Hut. Nach Informationen der "Allgemeinen Zeitung Mainz" wechselt der Manager zur VW-Tochter Skoda. Von dort kommt Alfred Rieck, der zum 1. Juli zum Verkaufs- und Marketingvorstand von Opel berufen worden ist.
Erst am Sonntag hatte GM seinem globalen Marketingchef Joel Ewanick den Laufpass gegeben. Ewanick habe die Erwartungen nicht erfüllt, die das Unternehmen an seine Mitarbeiter stelle, gab ein Firmensprecher an. Nach Informationen von US-Medien stolperte er über einen Sponsorenvertrag im Fußball. Erst am gestrigen Montag hat GM das Trikotsponsoring mit Manchester United bekannt gegeben.

Auch Lyon scheint es Krach gegeben zu haben: Nach Informationen des Fachmagazins "Automobil Industrie" ist er bereits am vergangenen Donnerstag unter spektakulären Umständen bei GM rausgeschmissen worden: Er sei vom Personaldirektor zu einem wartenden Fahrzeug eskortiert worden, bevor per Mail den Mitarbeitern mitgeteilt worden sei, dass Lyon "ab sofort" nicht mehr GM-Mitarbeiter sei. "Eine Demission in dieser Form hat es bei GM noch nie gegeben," wird ein Insider zitiert.

Opel kommt kaum zur Ruhe: Der bisherige Vorstandchef Karl-Friedrich Stracke ist nicht mehr im Amt, Cheflobbyist Volker Hoff geht und auch und
Entwicklungschefin Rita Forst nimmt den Hut. Zum 1. September wird zudem der bisherige VW-Manager Michael Lohscheller das Finanzressort übernehmen. Bei Opel führt Strategievorstand Thomas Sedran bis auf weiteres die Geschäfte. Die Aufgabe des Opel-Chefdesigners werde zunächst kommissarisch weiter von Mark Adams erfüllt, der aber wie vorgesehen nach Detroit wechsele, erklärte ein Opel-Sprecher. Ein endgültiger Nachfolger sei noch nicht benannt. dpa/aj

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