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Ein schöner Rücken kann entzücken. In diesem Fall ist Victoria's Secret jedoch der Retusche-Pinsel entglitten.
Ein schöner Rücken kann entzücken. In diesem Fall ist Victoria's Secret jedoch der Retusche-Pinsel entglitten. © Foto:Victoria's Secret, Screenshot via Facebook

Shitstorm | | von Sebastian Blum

Photoshop-Panne: Victoria's Secret blamiert sich auf Facebook

Der Modeindustrie wird oft nachgesagt, sie hege ein übertriebenes Faible für das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop. Retusche-Aufreger wie der Wabbelbauch-Leak von Supermodel Cindy Crawford oder die übertrieben aufgehübschte Nicole Kidman für Jimmy Choo sind da prominente Beispiele. Mit Victoria's Secret reiht sich jetzt eine neue Mode-Marke in die unrühmliche Reihe der Photoshop-Fans ein. Stein des Anstoßes ist ein Facebook-Post des Dessous-Labels.

Im Fall von Victoria's Secret geht es jedoch nicht um die in der Branche gerne wegretuschierten Krähenfüße oder Stirnfältchen. Die Lingerie-Marke hat den Pinsel stattdessen am Gesäß des Models angesetzt - mit sichtbarem Erfolg: Dem Hintern, den die Besucher der Facebook-Fanpage des Unternehmens bewundern können, fehlt just die linke Pobacke. In den Kommentaren unter dem Bild gibt es dafür natürlich einige Häme. Für belustigte Schmunzler sorgt besonders die Bildunterschrift "Truly, Madly, Cheeky".

Truly. Madly. Cheeky. http://i.victoria.com/5JE

Posted by Victoria's Secret on Friday, September 25, 2015

Ob sich die Popo-Panne für die Marke zum Image-Gau entwickeln wird, ist indes eher fraglich. Victoria's Secret hat bereits Erfahrungen mit Entrüstungsstürmen im Netz gesammelt: Dem Mode-Label bescherte die Kampagne "The Perfect Body" im vergangenen Jahr viel Ärger, angesichts des massiven Shitstorms knickte Victoria's Secret später klammheimlich ein.         

Photoshop-Panne: Victoria's Secret blamiert sich auf Facebook

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Zu viel Photoshop? Lena Dunham kritisiert spanisches Magazin

von Deutsche Presse-Agentur

Die US-Schauspielerin Lena Dunham ("Girls") hat ein spanisches Magazin dafür kritisiert, ein Foto von ihr zu stark nachbearbeitet zu haben. "Ich fühle mich geehrt, dass ich auf eurem Cover bin und ihr ein Foto von Ruven Afanador gekauft habt, bei dem ich mich immer großartig fühle", hat die 29-Jährige am Dienstag auf Instagram geschrieben. "ABER so hat mein Körper NOCH NIE ausgesehen und wird auch nie so aussehen."

Dazu postete die 29-Jährige ein Foto, das sie im weißen Kleid auf der Titelseite des Magazins "Tentaciones" ("Verlockungen") zeigt. Die Beilage der renommierten Tageszeitung "El Pais" habe mehr als die durchschnittliche Nachbearbeitung unternommen, so Dunham. "Wenn euch an dem gelegen ist, was ich tue, warum seid ihr nicht ehrlich gegenüber euren Lesern?", fragte die Schauspielerin und schloss mit "Viel Liebe, Lena" ab.

Die Zeitung antwortete wenig später in ihrer Online-Ausgabe: "Wer uns kennt und unser Magazin liest, weiß, dass wir bei den abgedruckten Fotos weder Photoshop noch andere digitale Werkzeuge benutzen, um das Aussehen von Personen zu verändern." In einem offenen Brief an die Schauspielerin zeigte das Blatt das Original des Fotos, das es über eine Agentur von Afanador erworben hatte. "Wie du sehen kannst, sind das Original und das Foto auf dem Titel von 'Tentaciones' absolut dieselben Bilder."

Wie auch immer: Innerhalb weniger Stunden bekam die Schauspielerin knapp 37.000 Likes für ihr Posting (Stand Dienstagvormittag). Zuletzt hatte sich die Dessousmarke Victoria's Secret wahrhaft mit einem Zuviel an Retusche im Netz blamiert.

Update: Dunham hat sich inzwischen beim Magazin für den Vorwurf entschuldigt, ein Foto von ihr nachträglich geschönt zu haben. "Ich habe eine lange und komplizierte Geschichte mit dem Thema Retuschieren", schrieb die Schauspielerin erneut auf Instagram. "Ich will in dieser wilden Welt leben, das Spiel mitmachen und meine Arbeit erledigen. Aber ich will auch ehrlich damit sein, wer ich bin und wofür ich stehe." 

dpa/W&V Online

 

von Deutsche Presse-Agentur - Kommentare Kommentar schreiben

Zu makellose Achseln: Indische "Maxim" tappt in die Photoshop-Falle

von Petra Schwegler

Soll Frau sich für ihre Achseln schämen? Eine derartige weltweite Diskussion im Netz und Social Web hat die indische Ausgabe der "Maxim" ausgelöst. Auf dem Cover der Zeitschrift ist die Bollywood-Schauspielerin Priyanka Chopra zu sehen, obenrum knapp bekleidet, ein Arm nach oben gereckt, um ihren Pferdeschwanz anzuheben.

Der Oberkörper der attraktiven Mimin ist auf dem Hochglanzmotiv allerdings vollkommen faltenfrei, die Achselhöhlen natürlich ohne Haare – aber auch vollkommen straff und rosig wie die Haut eines Babys. Angeprangert wird nun von Kritikern im Netz, dass es "Maxim" ganz schön mit der Retusche dank Photoshop übertrieben habe.

Die englische "HuffPost" befragte aufgrund des Wirbels Leyah Shanks, Aktivistin des "Body Positive Movements, die gleich mehrere alarmierende Dinge in der zu perfekten Abbildung von Priyanka Chopra erkennt: "Die Gender-Stereotypen, die Sexualisierung von Frauen und deren Körper, und das schockierend unrealistische Schönheitsideal", so Shanks, die hinzufügt, die Inderin sehe aus wie eine Puppe.

Und was sagt das indische "Maxim"-Model dazu? Sie verteilt einfach ein weiteres Motiv im Web von sich in Arm-hoch-Pose und mit Achseln in Natura - Hashtag #willtherealarmpitpleasestandup.

 

Erste Reaktionen bei Twitter lassen nicht lange auf sich warten. Bei ihnen sieht das allerdings etwas anders aus:

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben