| | von Franziska Mozart

Rassismusvorwürfe gegen Ashton-Kutcher-Spot

Es sollte ein lustiger Spot der US-Chipsmarke Popchips werden, bei dem Ashton Kutcher in verschiedene Rollen schlüpfte. Tatsächlich aber wurde die Werbung heiß diskutiert, denn sehr schnell nach der Veröffentlichung des Youtube-Videos warfen User dem Unternehmen wie dem Schauspieler vor, mit rassistischen Klischees für Lacher sorgen zu wollen. Einer der Charaktere, die Kutcher verkörpert, ist ein Bollywood-Produzent namens Raj. Dazu wurde ihm die Haut braun geschminkt. Der New-Yorker Blogger Anil Dash etwa schrieb, wer 2012 noch eine weiße Person mit braunem Makeup schminke, ihr einen lustigen Akzent verpasse und damit Kartoffelchips verkaufen wolle, der sei auf dem falschen Weg. Mit seiner Forderung, die Werbung zu stoppen und stattdessen zu zeigen, dass das Unternehmen sich für eine gerechte, rassismusfreie Gesellschaft einsetze, brachte er Keith Belling, den Gründer von Popchips dazu, bei ihm anzurufen und sich zu entschuldigen.

Auch auf der Popchips-Webseite ist die Entschuldigung inzwischen zu lesen. Das Team habe lediglich eine Parodie mit verschiedenen Charakteren schaffen wollen, die für Lacher sorgen sollte. Er übernehme die Verantwortung und entschuldige sich bei allen, die sie beleidigt haben, so Belling.

Auch wenn die umstrittene Werbung nicht mehr auf der Unternehmenswebseite zu sehen ist, ganz gestoppt ist sie noch nicht. Auf Youtube ist das Video noch immer zu sehen, in dem Ashton Kutcher als Hippie, Rocker, Karl Lagerfeld und Raj bei einem Dating-Service vorspricht. Bei Facebook ist das Motiv mit dem US-Schauspieler ohne den indischen Rej zu sehen.

Wie eigentlich immer bei einem Shitstorm gibt es abgesehen von den Kritikern auch zahlreiche Stimmen, die sich für das Unternehmen aussprechen. Bei einigen Usern kommt also die Dating-Parodie durchaus gut an. Entwickelt wurde die Kampagne von der amerikanischen Agentur Zambezi.

Rassismusvorwürfe gegen Ashton-Kutcher-Spot

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