| | von Markus Weber

Renault: ADAC-Chef Stefan Müller soll Absatz in Europa ankurbeln

Stefan Müller, Noch-Geschäftsführer des deutschen Automobilclubs ADAC, wird zum 1. September Mitglied des Konzernvorstands und Europachef von Renault. Das gab der französische Autobauer jetzt bekannt. Offiziell darf er sich dann Executive Vice President und Chairman der Europa-Region nennen. Müller tritt damit die Nachfolge von Jerome Stoll an, der jedoch Vorstandsmitglied bleibt und sich dort um die leichten Nutzfahrzeuge und um den Direktvertrieb kümmern wird. Müller wird an den Renault-COO Carlos Tavares berichten.

Renault verzeichnete zuletzt im europäischen Kernmarkt einen Absatzeinbruch um 20 Prozent. In Frankreich wurden deshalb schon Rufe nach einer Abwrackprämie nach deutschem Vorbild laut. Konkurrent Peugeot-Citroen streicht in Frankreich 8000 Jobs und schließt ein Werk in der Nähe von Paris ganz. Müllers Aufgabe ist daher ebenso klar wie anspruchsvoll: Der gelernte Betriebswirt soll für Renault das Ruder auf dem europäischen Heimatmarkt herumreißen und den Verkauf ankurbeln - ob nun mit oder ohne politische Hilfe.

Renault: ADAC-Chef Stefan Müller soll Absatz in Europa ankurbeln

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