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Sexismus-Skandal der Münchner Messe erreicht die FDP
Erneut muss sich die FDP mit dem Thema Sexismus auseinandersetzen. Diesmal gerät der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil unter Druck, weil er den Rauswurf eines leitenden Mitarbeiters der Messe München verhinderte. Der Manager soll seine Assistentin über Jahre hinweg derart massiv belästigt haben, dass sie schließlich um einen Aufhebungsvertrag gebeten habe. Das berichtet die Münchner "Abendzeitung". Inzwischen will die SPD einen Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag stellen.
Die Messe gibt sich als sozialer Arbeitgeber und schreibt auf ihrer Unternehmens-Webseite: "Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter." Messechef Klaus Dittrich reagierte schnell, als er im Sommer 2012 von den Vorwürfen hörte, und informierte die Gesellschafter der Messe, die Stadt München und den Freistaat Bayern. Der Mitarbeiterin bot das Unternehmen an, die Stelle zu wechseln, sie jedoch entschied sich für das Ausscheiden aus der Messegesellschaft. Oberbürgermeister Christian Ude wollte dem Messe-Manager offenbar sofort kündigen, doch Martin Zeil legte als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ein Veto ein. Der Vertrag des Managers läuft 2014 aus.
Zwar begründet Zeil sein Vorgehen mit arbeitsrechtlichen Gründen, doch die Landtags-Opposition stürzt sich, wie zu erwarten, auf das Thema Sexismus, das die FDP seit der Debatte um Rainer Brüderle verfolgt. "Brüderles FDP ist halt nicht gerade sensibel", zitiert die "Abendzeitung" eine Grünen-Politikerin.
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