Doch der ehemalige Lufthansa-Manager gibt ein ehrgeiziges Versprechen ab: Ab Juni soll es auf jede Beschwerde innerhalb von 24 Stunden ein Feedback und innerhalb von einer Woche eine abschließende Bearbeitung geben. "Schluss mit dem Desaster", ruft Pichler in den Raum, "das geht nicht, das geht nicht, das können und wollen wir uns nicht mehr leisten." Man wolle nicht nur die Airline mit dem Schokoladenherz sein, sondern endlich wieder eine Airline für den Kunden. Das bedeute auch, Kunden auf Facebook besser zuzuhören, ihre Feedbacks besser auzuwerten und schneller zu antworten.

Pichler will das ursprüngliche, familiäre Gefühl, das Air Berlin in seinen Anfangstagen als Mallorca-Ferienflieger vermittelte, wieder heraufbeschwören. Der familiäre Geist motivierter und engagierter Mitarbeiter soll sich auch im Unternehmen selbst entfalten: "Wir haben die Vorstandsetage aufgesperrt, Schluss mit dem Kasperletheater der Abschottung." 


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.