"Die neue Speick-Welt ist für uns in erster Linie ein Imageinstrument", sagt Marketingleiterin Gudrun Leibbrand. Im Naturkosmetikmarkt herrscht mittlerweile ein harter Verdrängungswettbewerb. Marken wie Dr. Hauschka, Weleda, Sante und auch neue Anbieter buhlen um die Kunden. Das Familienunternehmen muss zusehen, dass es trotz seiner Fokussierung auf seine Tradition einen zeitgemäßen Auftritt beibehält. In den Neunzigern hatten sich die Schwaben eine Zeit lang zu sehr auf ihrem Erfolg ausgeruht – und ausgerechnet mitten in der aufstrebenden Bio-Bewegung den Anschluss verpasst. "Seit dem Jahr 2000 geht es wieder steil bergauf", sagt Leibbrand.

Die Marketerin hat in diesem und im vergangenen Jahr das Design sämtlicher Produktreihen vereinheitlicht. In der Kommunikation konzentriert sie sich vor allem auf Großflächenplakate, Rundfunkwerbung, Anzeigen in der Fachpresse, PR, Social Media sowie Direkt- und Guerilla-Marketing. Auch Mundpropaganda spielt in der Kosmetikbranche eine große Rolle: Dass Speick zum Beispiel bei der Wahl seiner Hausbank auf Nachhaltigkeitsaspekte achtet, spricht sich herum, hofft das Unternehmen. Die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises jedenfalls zeigte sich begeistert von dem Konzept.

Der Preis für nachhaltiges Handeln wurde in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal verliehen. In der Kategorie Unternehmen siegte der Ventilatoren- und Motorenhersteller ebm-papst, für Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategie wurden der Energie- und Wasser-Versorger Heag sowie die Drogeriekette Iwan Budnikowsky ausgezeichnet und der Preis für das nachhaltigste Produkt ging an die Howoge Wohnungsbaugesellschaft.


Autor:

Stephanie Gruber
Stephanie Gruber

ist Textchefin bei W&V. Die gebürtige Pfälzerin hatte schon immer ein Faible für Marken, besonders aus dem Bereich Lebensmittel. Kein Wunder: Sie ist quasi im Supermarkt ihrer Eltern aufgewachsen.