| | von Steffen Konrath

Starbucks, Krüger und die Kapseln

Die amerikanische Kaffeehauskette Starbucks startet noch in diesem Jahr eine Offensive auf den Markt für Portionskapseln. Die US-Kette nutzt dafür die bereits etablierte Plattform K-Fee des deutschen Kaffeeunternehmens Krüger, tauft diese aber auf den Namen Verismo. Die Aufgabenteilung sieht vor, dass Starbucks den Kaffee beisteuert und Krüger die Maschinen produziert. Damit wagt sich Starbucks auf den schnell wachsenden Kapselmarkt, der von Playern wie Nespresso, Kraft Tassimo oder Tchibo Cafissimo dominiert wird.

K-Fee funktioniert ähnlich wie das Nespresso-System von Néstle: Der Kunde wählt zwischen verschiedenen Sorten und kann sich per Knopfdruck Cappuccino, Latte Macchiato oder auch Trinkschokolade zubereiten. Starbucks möchte mit einer großen Bandbreite an Kaffeesorten, sowie diversen Milchkapseln möglichst viele Geschmäcker treffen. Der Vertrieb von Kapseln und Maschinen erfolgt durch das weit verzweigte Filialnetz und im Internet.

„Der genaue Zeitpunkt zur Einführung des neuen Kapselsystems ist noch unklar, jedoch wird es mit Sicherheit noch in diesem Jahr geschehen“, sagt Christoph Engels, Marketingleiter der Firma Krüger mit Sitz in Bergisch Gladbach. Auch über die Preisgestaltung des Verismo-Systems wollte sich Engels nicht näher äußern. Die Kooperation erstreckt sich nicht nur auf die Märkte USA und Deutschland, sondern soll weltweit ausgedehnt werden.

Für Krüger ist die Strategie mit Starbucks ein bedeutender Schritt. Das Familienunternehmen fällt bisweilen nur durch Werbung mit dem Comedian Hape Kerkeling auf und spielt mit K-Fee auf dem Kapselmarkt nur eine untergeordnete Rolle. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" habe sich Starbucks vor allem deshalb für die Gladbacher entschieden, da Krüger auf die Namensrechte an K-Fee verzichten kann.

vh/jps

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