Fast die Hälfte des Geldes wird in Webshops ausgegeben. Bei vielen Produkten stehen jedoch stationäre Geschäfte weiterhin an erster Stelle. Dabei liegen Spezialfachketten deutlich vor klassischen Kaufhäusern, die ihre Position aber stabilisieren konnten. Auch lokale Fachgeschäfte, die unter der Konkurrenz von Onlineshops besonders leiden, werden wieder interessanter: 16 Prozent der Deutschen wollen dort einkaufen. Die stationären Händler können dabei mit Beratung, Service und dem Einkaufserlebnis überzeugen, so Deloitte. Beim Nahrungsmittelkauf sind Supermärkte und Discounter weiter beliebt, über das Internet wollen nur sechs Prozent bestellen.

Preise und Produkte vergleichen Verbraucher vorrangig im Laden und online. Geschenkanregungen und Informationen holen sie sich etwa zu gleichen Teilen über klassische Medien, Websites, Fachgeschäfte und Empfehlungen. Soziale Netzwerke haben nur eine geringe Relevanz. Mobile Commerce spielt für den Großteil der Verbraucher zu Weihnachten keine Rolle.

Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen Geldpräsente, Bücher, Filme und Wellness.

Top-10-Wunschzettel (Frage: Welches dieser Geschenke wünschen Sie sich?)

Frauen

 

Männer

1

Geld

54%

 

1

Geld

44%

2

Bücher

50%

 

2

Bücher

28%

3

Schönheitspflege, Wellness

37%

 

3

DVD/BluRay

24%

4

Kosmetika/Parfüms

35%

 

4

Reisen

23%

5

Schmuck, Uhr

33%

 

5

Smartphone

23%

6

Konzert-/Theater-Tickets

33%

 

6

CD

21%

7

Reisen

32%

 

7

Laptop, PC

21%

8

Geschenkgutscheine

31%

 

8

Tablet

19%

9

DVD/BluRay

28%

 

9

Geschenkgutscheine

19%

10

Kleidung, Schuhe

27%

 

10

Restaurantbesuche

19%

Und wie passen Wunsch und Wirklichkeit zusammen? 36 Prozent der Verbraucher wollen Bücher verschenken und liegen zumindest damit nicht ganz falsch. Kritischer ist es, dass 30 Prozent der Schenkenden Schokolade für ein passendes Präsent halten, gefolgt von Gutscheinen mit 28 Prozent auf Rang 3, Kosmetik und Parfüms mit 25 Prozent auf Platz 4 und CDs mit 19 Prozent auf Platz 5. Geldgeschenke – die Nummer 1 auf den Wunschzetteln – landen auf Platz 7 mit 18 Prozent.

Eltern geben für ihre Kinder durchschnittlich 73 Euro und damit zwölf Prozent mehr aus als im Jahr zuvor. Dabei schenken sie Kindern unter zwölf Jahren vor allem Games, Bücher, Lernspielzeug, Puppen und Kuscheltiere sowie Kleidung und Schuhe. Für Teenager stehen Games, Geldgeschenke, Bücher, Gutscheine und CDs auf der Einkaufsliste.

Eine Kurzversion der Studie gibt es hier zum Download.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.