Tabak-Schockbilder: EU-Vorschläge liegen auf dem Tisch
© Foto:Screenshot/ARD-Tagesthemen

Kommissions-Vorschlag | | von Markus Weber

Tabak-Schockbilder: EU-Vorschläge liegen auf dem Tisch

Die EU-Kommission hat jetzt offiziell ihre Pläne für Schockfotos und großflächige Warnhinweise auf Zigarettenpackungen vorgestellt. Gemäß dem Gesetzesvorschlag der Brüsseler Kommission müssten etwa ab dem Jahr 2015 bei allen Zigarettenschachteln auf drei Viertel der Verpackungsfläche Warnhinweise und abschreckende Schockbilder abgedruckt werden.

Zudem ist ein Verbot für Geschmackszusätze in Zigaretten vorgesehen. Mentholzigaretten und die unter Frauen beliebten Slim-Zigaretten wären dann verboten. "Tabak soll so schmecken und aussehen wie Tabak", sagte EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg bei der Vorstellung seiner Gesetzesinitiative.

Zwar sollen Markenlogos auf den Zigarettenschachteln erlaubt bleiben. Doch zusätzliche Werbebotschaften auf den Schachteln sollen künftig ebenfalls verboten werden. Den EU-Staaten soll es unbenommen bleiben, darüber hinausgehend völlige Einheitspackungen - wie es bereits in Australien der Fall ist - vorzuschreiben.

Der Gesetzesvorschlag der Kommission wird nun an den EU-Ministerrat sowie an das Europäische Parlament weitergeleitet. Die Tabakkonzerne laufen gegen die Pläne seit langem Sturm. "Der Vorschlag tritt geltende Markenrechte mit Füßen", sagte eine Reemtsma-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa und drohte gleichzeitig eine Klage gegen die Umsetzung der Pläne an.

Sozialdemokraten und Christdemokraten im Europäischen Parlament signalisierten bereits ihre Zustimmung für die Gesetzesinitiative der Kommission. (dpa/mw)

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