Worum es natürlich auf keinen Fall geht, ist die Tatsache, dass das Personal bei Eurowings weniger verdient, als ihre Kollegen bei der Lufthansa und Germanwings, die unter den Konzerntarifvertrag fallen.

Das Ergebnis für mich ist auf jeden Fall ein Marken-Wirrwarr: Ich sitze in einem Germanwings-Flieger und bekomme Eurowings-Brötchentüten, weil die Lufthansa das Germanwings-Personal nicht zwingen kann, zu Eurowings zu wechseln. Das nenne ich erlebte Markenarchitektur! Und ich lerne, dass diese nicht immer logisch sein muss, sondern auch immer mal wieder "Sachzwängen" folgt.

Nur eines verstehe ich immer noch nicht: Angeblich macht Lufthansa das alles ja nur, um günstiger und konkurrenzfähiger zu werden. Der Flugpreis von Hamburg nach Zürich oder auch nach Köln hat sich jedoch so gar nicht geändert. Und das war ja auch schon beim Wechsel von der Lufthansa zu Germanwings nicht der Fall.

Der Autor: Norbert Möller ist seit 2003 Executive Creative Director der Peter Schmidt Group und leitet deren Corporate Design Team am Standort Hamburg. Zu den von ihm betreuten Marken und Unternehmen zählen unter anderem Linde, Henkel, Kühne+Nagel, die Postbank, REWE, die Stadt Hamburg und das Goethe Institut. Möller studierte Visuelle Kommunikation an der HfBK Braunschweig und arbeitet seit 1992 bei der Peter Schmidt Group, darunter von 1999 bis 2003 als Geschäftsführer.


Autor:

Norbert Möller

Unser Design-Kolumnist Norbert Möller ist seit 2003 Executive Creative Director der Peter Schmidt Group und leitet deren Corporate Design Team am Standort Hamburg. Er studierte Visuelle Kommunikation an der HfBK Braunschweig und arbeitet seit 1992 bei der Peter Schmidt Group, darunter von 1999 bis 2003 als Geschäftsführer.