Jan Zijderveld ist Europa-Chef von Unilever.
Jan Zijderveld ist Europa-Chef von Unilever. © Foto:Unilever

| | von Frank Zimmer

Unilever-Chef will "Lebensmittel wie Apple-Geräte verkaufen"

"Halb leere Regale, Kartons auf dem Boden, kein Verkäufer weit und breit - wie schrecklich ist das denn?" Jan Zijderveld, Europachef von Unilever, hadert mit dem Anblick mancher Supermärkte. Präsentation und Service müssten besser werden, fordert der gebürtige Niederländer in einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland". Zijderveld schwärmt vom Einkaufserlebnis im Apple-Store ("Wow, was für ein Erlebnis!") und hätte am liebsten einen "Genius-Berater für Hühnerfleisch". Warum, so sinniert der Unilver-Chef, "können wir Lebensmittel nicht wie Apple-Geräte verkaufen?"

Im Tagesgeschäft treiben den Manager aber ganz andere Sorgen um. Die Wirtschaftskrise in Südeuropa und in Großbritannien zwingt den Konzern gerade zu ungewöhnlichen Maßnahmen: In Spanien etwa verkauft Unilever neuerdings ein Mini-Waschmittelpaket, das nur für fünf Waschgänge reicht. Preisgünstige Kleinpackungen bietet Unilever auch im krisengeschüttelten Griechenland an, dort gibt es laut "FTD" Mayonese und Kartoffelpüree im Zwergenformat. Das Geschäft mit den Mini-Packungen hat Zijderveld in den Schwellenländern Südostasiens gelernt. In Indonesien etwa verkaufe Unilever einzelne Shampoo-Portionen "für zwei bis drei Cent". Und verdient laut Zijderveld "ordentliches Geld" damit.

Unilever-Chef will "Lebensmittel wie Apple-Geräte verkaufen"

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