Heimat | | von Ulrike App

Völkerverständigung auf Hornbach-Art

Die Baumarktkette Hornbach und ihre Agentur Heimat haben sich bei ihrer Herbstkampagne vom aktuellen Zeitgeschehen inspirieren lassen. Den traditionellen Slogan "Es gibt immer was zu tun" verwendet die Marke jetzt als eine Art Appell für mehr Völkerverständigung. Im TV-Spot arbeiten ganz viele Menschen aus allen Teilen der Welt zusammen, kommunizieren aber nicht miteinander (Regie: Pep Bosch; Produktion: Trigger Happy, Musik: Thomas Berlin). Hornbach betont, man bleibe dem Markenstil treu: "Nicht gefühlsduselig oder gar weichgezeichnet", so drückt es das Unternehmen aus. Bei diesen Bildern sollen sich die Zuschauer an die Szenen der vergangenen Monate erinnern - an Flüchtlinge, an Kriege und Konflikte, die uns beschäftigen.

Für diese Kampagne tritt der Spruch "Es gibt immer was zu tun" losgelöst vom Horbach-Logo auf. "Es war uns wichtig, kein Urteil abzugeben, sondern mit Witz und Charme die übergeordnete Bedeutung des Slogans zu inszenieren", sagt Guido Heffels, Kreativchef von Heimat. "So viele verschiedene Ethnien und Kulturen in einem Werbespot zu zeigen, ist quasi eine Revolution im deutschen Werbeblock", so Heffels.

Letztendlich versteht Hornbach den Spot und die anderen europaweiten Werbemaßnahmen nicht als soziale Kampagne. Die Anzeigen- und Plakatmotive greifen das Thema "Flagge bekennen" auf. Heimat textet dazu unter anderem: "7000 Sprachen, aber nur ein Weg, den Nagel in die Wand zu hauen. Es gibt immer was zu tun." Per Unterzeile kündigt die Kette dort eine globale Aktion mit Namen "The Global Flag Project" an. Wie diese aussehen wird, dazu verrät Hornbach bisher nichts.

Völkerverständigung auf Hornbach-Art

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