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Die Volkswagen-Kommunikationsabteilungen müssen gerade umlernen: Jetzt ist Krisen-Management gefragt - und nicht einfach nur die klassische Produkt-PR für neue Modelle wie den Touran.
Die Volkswagen-Kommunikationsabteilungen müssen gerade umlernen: Jetzt ist Krisen-Management gefragt - und nicht einfach nur die klassische Produkt-PR für neue Modelle wie den Touran. © Foto:Volkswagen

Abgas-Skandal | | von Ulrike App

Volkswagen tauscht PR-Spitze aus

Der oberste PRler von Volkswagen, Stephan Grühsem, verlässt die Wolfsburger. Der 53-Jährigen hat die Kommunikationsabteilung seit 2007 geleitet. Sein Nachfolger ist ein Porsche-Mann - wie der neue Konzernchef: Hans-Gerd Bode tritt sofort als Leiter Konzernkommunikation, Investor Relations und Außenbeziehungen der Volkswagen Aktiengesellschaft an. Der 54-Jährige verantwortete bisher den Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Porsche AG in Stuttgart.

Der schnelle Wechsel ist nur logisch: Zum einen will der neue Volkswagen-Chef Matthias Müller einen vertrauten Mitarbeiter an seiner Seite. Außerdem muss sich Bode jetzt intensiv um die Krisenkommunikation kümmern. Die bisherige Krisen-Strategie war aus PR-Sicht noch nicht sonderlich erfolgreich. Bei vielen PR-Experten ist der Eindruck entstanden, dass Volkswagen auf den Abgas-Skandal eher zögerlich reagiert. Ex-Chef Martin Winterkorn hat zwar einige Tage nach den ersten Berichten über die Manipulationen mit einem Video öffentlich um Entschuldigung gebeten. Wirklich souverän wirkte die Krisenkommunikation aber nicht. Volkswagen soll jetzt die Agentur Hering Schuppener angeheuert haben.

Volkswagen tauscht PR-Spitze aus

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VW: Marken-Kommunikationschef Peter Thul geht

von Markus Weber

Volkswagen hat den bisherigen Kommunikationschef auf der Marke VW, Peter Thul, abgelöst. Sein Nachfolger wird offenbar Stefan Ohletz, zuletzt CvD in der Konzernkommunikation. Dies berichtet das "PR-Magazin". Vor seiner Beförderung im vergangenen Juli war Thul bei Volkswagen jahrelang für die Produktkommunikation aller Konzernmarken zuständig gewesen. In welche Richtung sich Thul künftig orientieren will, ist nicht bekannt.

Die Nachricht folgt auf den erst kürzlich verkündeten Weggang von Andreas Lampersbach, der zuletzt als Leiter Kommunikation den Bereich Unternehmen und Wirtschaft verantwortet hatte. Um diese Aufgaben kümmert sich kommissarisch nun Eric Felber, der seit vier Jahren Konzernsprecher ist. Die Trennung von Lampersbach sei - so hieß es zumindest offiziell - "in bestem Einvernehmen" erfolgt.

Der VW-Konzern steht nach dem jüngsten Abgasskandal inmitten der größten Krise der Firmengeschichte. Anfang Oktober war bereits Stephan Grühsem als Leiter der Konzernkommunikation abgelöst und durch den Porsche-Mann Hans-Gerd Bode ersetzt worden. Der neue Volkswagen-Chef Matthias Müller kam ebenfalls von Porsche.

von Markus Weber - Kommentare Kommentar schreiben