| | von Anja Janotta

VW-Parodie: Top-Kreative arbeiteten gratis für Greenpeace

Die Greenpeace-Aktion VW Darkside, die an diesem Dienstag in mehreren europäischen Ländern angelaufen ist, wurde größtenteils pro bono erstellt. Die Spots, die zum Teil mit aufwendiger Technik erstellt wurden, wurden in Großbritannien produziert, wo die Aktion auch ihren Ursprung hat. "Involviert waren Größen aus der Film- und Werbeszene und ein Special Effects-Experte, der auch für Hollywood arbeitet. Die Leute haben für umsonst viel Zeit und Wissen in den Film gesteckt haben und wollen lieber anonym bleiben, um nicht von der Kampagne abzulenken," erzählt Benjamin Borgerding, bei Greepeace für die Web-Kommunikation zuständig, im Gespräch mit W&V Online.

Noch sei keine Reaktion von Volkswagen bei Greepeace in Deutschland angekommen. Im Web reagierten die User auf Facebook, Twitter und Blogs sehr positiv auf die Kampagne, so Borgeding. Greenpeace erhofft sich viel Resonanz vor allem dadurch, dass User, die sich bei der Aktion registrieren auch kleine Star-Wars-Gimmicks bekommen, wenn sie die Aktion im Web aktiv breit streuen.

Bei Volkswagen in Deutschland reagiert man noch zurückhaltend. Natürlich werde auch im Social Web auf die Aktion reagiert. Aber weil die Parodie ja auch "im freundlichen Ton" gehalten sei - vor allem durch den guten Ausgang im zweiten Spot - werde man auch firmenseitig ebenso "ein freundlicher Ton anschlagen", heißt es. "Wir wollen die Leute ja nicht verärgern," erklärt eine Sprecherin auf W&V-Anfrage. Sie verweist auf ein offizielles Statement des Autokonzerns. Danach "hat es vor rund zwei Wochen Gespräche zwischen Volkswagen und Greenpeace gegeben. In einer Mail von Greenpeace an die Volkswagen-Pressestelle äußert sich Greenpeace positiv hinsichtlich der von Volkswagen erreichten Fortschritte bei der Reduktion von CO2-Emissionen." Gerade wegen dieser Gespräche sei man verwirrt über den Zeitpunkt der Aktion. Volkswagen sieht sich in diesem Statement außerdem an der "technologischen Speerspitze" zur Eindämmung der CO2-Emission.

VW-Parodie: Top-Kreative arbeiteten gratis für Greenpeace

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