Überraschend offen, direkt und kritisch präsentierte sich Danone-Geschäftsführer Andreas Ostermayr mit seiner Keynote auf der Fachtagung der OWM in Berlin.
Überraschend offen, direkt und kritisch präsentierte sich Danone-Geschäftsführer Andreas Ostermayr mit seiner Keynote auf der Fachtagung der OWM in Berlin. © Foto:Danone

OWM-Fachtagung | | von Rolf Schröter

Webcam in der Fabrik: Danone will Produktionsstätten öffnen

Danone-Geschäftsführer Andreas Ostermayr sieht die werbungtreibende Lebensmittelindustrie in der Zwickmühle. "Wer aus der Preisfalle herauskommen will, muss den Verbrauchern die ehrliche Auseinandersetzung mit den Tatsachen zumuten", so Ostermayr. Es gehe darum, besser zu erklären als bisher.

"Ein Kilo Aprikosen für 79 Cent ist kein Schnäppchen, sondern ein unmoralisches Angebot", wetterte der Danone-Chef. Gutes könne auf Dauer nicht billig sein, die Markenartikler hätten sich mit dieser Art zu werben, selbst "ins Knie geschossen", so Ostermayr. Die Werbung sei in eine "'Wir-sind-aber-sehr-nett-Welt' abgedriftet." 

Jetzt sei eine "sachliche Ehrlichkeit" notwendig, fordert Ostermayr. Die Nachprüfbarkeit der Aussagen müsse transparenter und öffentlicher gestaltet werden. "Wir müssen unsere Produktionsstätten öffnen", kündigt der Danone-Chef an. Dies könne zum Beispiel mit Hilfe von Webcams umgesetzt werden.

Gleichzeitig müssten die Medien Formate schaffen, die "Information möglich machen statt Polemisierung". Ostermayr kritisierte dabei die Diskussionsrunden im Fernsehen. "Das Talkshowformat ist dafür nicht geeignet", so der Danone-Chef.

Mehr über die OWM-Fachtagung und die Bilder der Advertiser's Night finden Sie hier.

Webcam in der Fabrik: Danone will Produktionsstätten öffnen

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