Tea Time in München | | von Rolf Schröter

Wie Jaguar Land Rover wachsen will

Das britische Markenpaar Jaguar Land Rover hat am Münchner Odeonsplatz am 18. Dezember eine Boutique eröffnet. Nur wenige Schritte entfernt locken Mercedes-Benz und Maserati die Flanierenden. Aber Jaguar Land Rover zeigt nicht einfach nur Autos. "Die Boutiqe soll eine Begegnungsstätte sein, mit English Tea Time, Kunst und Kultur, gerade um die englische Alternative deutlich zu machen", sagt Ralf Speth, der CEO von Jaguar Land Rover im Gespräch mit W&V. Die Briten feiern deshalb ihre Herkunft. Außen am Haus weht die Flagge der Angelsachsen, der Union Jack. Das ist der USP. Auch wenn der Oberboss ein Deutscher ist. Ralf Speth, seit fast sechs Jahren in Diensten der Briten, ist gebürtiger Franke.

Die neue Präsenz im Herzen Münchens ist keine Show zu Zwecken der Außenwerbung. "Es geht nicht so sehr ums Image", sagt Ralf Speth, "sondern darum, dass man die Gelegenheit hat, die Marke kennenzulernen." Die Tür sei immer offen für Interessenten, die einfach reinschnuppern möchten. "Wir sind eine vergleichsweise kleine Firma", sagt Speth. "Es tut uns gut, mit der Boutique näher zur Innenstadt zu kommen." Neben der English Tea Bar, an der landestypische Köstlichkeiten wie Scones mit Clotted Cream und Sandwiches serviert werden, kann der Besucher auch Merchandisingprodukte von Reisegepäck bis iPhone-Hüllen kaufen.

Jaguar Land Rover mag ein kleines Unternehmen sein. Aber es wächst dynamisch. In Deutschland wurden in diesem Jahr bis Ende November 21.186 Fahrzeuge der Marken Jaguar Land Rover zugelassen. Das ist eine Steigerung um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im November hatten Jaguar und Land Rover gemeinsam erstmals mehr Zulassungen verzeichnet als Porsche.

Dennoch will Ralf Speth Wachstum nicht um jeden Preis. "Natürlich wollen wir wachsen. Das ist selbstverständlich. Aber es geht mir nicht darum, mit letzter Kraft und allem Medienaufwand das Volumen in den Markt zu pressen, sondern das Besondere für den Kunden zu bewahren. Deshalb passt die Boutique am Odeonsplatz sehr gut zum Auftritt der Marke. Denn eigentlich ist Jaguar Land Rover eine Boutique mit einem besonderen Angebot für ganz besondere Kunden."

Dafür erweitert das Unternehmen auch die Kontaktpunkte zu den Kunden. 125 neue Land Rover-Filialen und 75 Jaguar-Häuser sind in Planung. Im Zentrum stehen aber die Autos selbst. Die aktuell elf Modellreihen sollen erweitert werden. Insgesamt plant das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren mehr als 50 neue Produkte auf den Markt zu bringen.

Als nächstes kommen der Jaguar-Crossover F-Pace und das Range Rover Evoque Cabrio an die Reihe. Moment mal... Ein Geländewagen als Cabrio? Eben drum. "Land Rover und Range Rover stehen für Genuss in der Natur", sagt Firmenchef Ralf Speth. "Damit liegt eigentlich nichts näher, als das Dach zu öffnen."

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