Kiveda wird ab Mai also breit im TV werben. Der noch recht einfach gestaltete, aktuelle Clip, der auf N24, n-tv und RTL II zu sehen ist, könnte eine Übergangslösung sein. Die momentanen Schaltungen sieht Börnicke "als Testphase", um den passenden Media-Plan auszutüffteln. Der Kiveda-CEO hat zwar keinen formellen Agentur-Pitch angestoßen, jedoch trifft er sich gerade mit etlichen Etat-Anwärtern zum "Brainstorming". Denn zum Fernsehen sollen sich bald noch Online-Maßnahmen und Zeitungsbeilagen gesellen.

Das Unternehmen ist seit Mitte Februar unter www.kiveda.de im Netz. Börnicke bezeichnet das Berliner Projekt als "den ersten echten Küchen-Online-Anbieter". Der 52-jährige kam allerdings erst im Februar zu dem Online-Startup-Unternehmen, hinter dem die European Media Holding (EMH) steht und an dem auch Holtzbrinck Ventures beteiligt ist. Der Ex-CFO der Mode-Firma Escada unterstützt seitdem die Gründer Julian Strosek und Sebastian Sielmann.

Auch hinter dem Online-Reifenshop Tirendo steckt die EMH, dort kann man beobachten, wie der Entwickler von Geschäftsmodellen den Markenaufbau vorantreibt. Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel dient dem Händler seit Herbst 2012 als Testimonial und ist in TV-Spots zu sehen. Tirendo holte sich hierfür die Berliner Agentur Thjnk und Regisseur Thorsten Herken. Der in Barcelona gedrehte Clip ging am 17. September auf Sendung und war auf den TV-Stationen Pro7, Sat.1 und Kabel1 zu sehen.

Offensichtlich ist das Unternehmen zufrieden mit dem Weltmeister. So testete der Berliner Dienstleister CPI Celebrity Performance die Werbewirkung: Personen, die Vettel erkannten, nahmen den Spot im Durchschnitt um 20 Prozent positiver wahr, als die Vergleichsgruppe. Seit Anfang März ist ein neuer 30-Sekünder von Tirendo mit dem Heppenheimer on Air. Ob Koch Stefan Marquard tatsächlich Kivedas Vettel sein wird, zeigen die kommenden Monate.


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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.