Der österreichische Titel Standard.at berichtet, im Internet sei der Spot von Forscherinnen und Kommentatoren "entsetzt bis höhnisch" aufgenommen worden: "Von 'ekligen Klischees' ist da die Rede und von einer Kampagne, mit der Wissenschaftlerinnen dazu gebracht werden sollen, kürzere Röcke zu tragen." "Das ist keine Parodie, das ist keine gemeine Kreation von Anti-Europäern", schreibt das "Forbes Magazine". Die EU-Kommission hat nun Forscherinnen dazu eingeladen, auf Twitter Mitglied von #realwomeninscience zu werden. 500 Mitglieder und 200 Abonneten hat der Kanal bereits.

Nun hat die EU den Film zurückgezogen, auf der Plattform finden sich nur noch die Fallbeispiele. Die einbezogenen Geschlechterrollen-Profis machen der Kommission Mut: Ihre Empfehlungen umzusetzen, sei für die Werber eine große Herausforderung gewesen, die Diskussionen, die der Film ausgelöst habe, seien aber wichtig und müssten weitergehen. Entmutigen lassen solle sie die EU keinesfalls. "Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Gleichberechtigung, vor allem von Frauen in Wissenschaften", zu sehen auf der Projekt-Webseite, schreibt online der Schwedische Gleichberechtigungsexperte Curt Rice.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.