| | von Franziska Mozart

ARD-Zuschauer würden am ehesten auf Reinhold Beckmann verzichten

An fünf Abenden in der Woche wird in der ARDgeredet;mit Frank Plasberg, Sandra Maischberger, Anne Will, Reinhold Beckmann und Günther Jauch. Doch die Zuschauer sind allmählich Talk-übersättigt. Nur drei Prozent sind dafür, die fünf ARD-Talkshows unverändert bestehen zu lassen. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins "Focus".

Am ehesten würde die Zuschauer demnach auf die Sendung mit Reinhold Beckmann verzichten. 21 Prozent der Befragten würden "Backmann", gesendet jeweils donnerstags um 22:45 Uhr, am wenigsten vermissen. Mit einem Aus von Anne Wills Mittwochs-Talk hätten 17 Prozent kein Problem. 16 Prozent würden am ehesten auf "Menschen bei Maischberger" am Dienstagabend verzichten. Jeweils acht Prozent hängen nicht an den Sendungen "Hart aber fair" mit Frank Plasberg, die montags läuft, und "Günther Jauch" am Sonntagabend.

ARD-Zuschauer würden am ehesten auf Reinhold Beckmann verzichten

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Reinhold Beckmann gibt seine ARD-Sendung auf

Reinhold Beckmann will mit seiner Talkshow "Beckmann" in der ARD nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" Ende nächsten Jahres aufhören. „Ich bin der Debatten über Sinn oder Unsinn der politischen Talkshows in der ARD einfach müde“, sagte der 57-Jährige im Interview mit dem Blatt.

"Deshalb bin ich vor drei Wochen zum Intendanten des Norddeutschen Rundfunks, Lutz Marmor, gegangen, der Programmdirektor war auch dort, und habe meine Entscheidung mitgeteilt", sagte der 57-Jährige. Er habe den Eindruck, damit "ein ARD-internes Gerangel um zu viel Talk im Ersten" gelöst zu haben, sagte Beckmann, der seit 1999 mit seinem Abendtalk im Programm präsent ist, in dem Interview weiter.

Damit ist Beckmann höchstwahrscheinlich seiner Kündigung zuvorgekommen. Nach Informationen des "Spiegel" hatte "Beckmann" wegen schlechter Einschaltquoten ohnehin ganz oben auf der Abschussliste gestanden. Darüber, dass es zu viele Talksendungen gibt, herrscht im Senderverbund längst Einigkeit. Unklar war nur, welche Sendung eingestellt werden sollte. Seit Herbst 2011 gibt es in der ARD fünf Spättalks zwischen Sonntag und Donnerstag. Am Sonntagabend talkt Günther Jauch, montags Frank Plasberg, dienstags Sandra Maischberger, mittwochs Anne Will und donnerstags Beckmann.

Beckmanns Talk-Vertrag in der ARD läuft bis Ende 2014. Er moderiert in der ARD noch die "Sportschau" und andere Fußball-Ereignisse. Diese sind von seiner aktuellen Entscheidung nicht betroffen.

ARD-Vorsitzender Lutz Marmor gab per Presseerklärung bekannt, er verstehe und respektiere die Entscheidung von Reinhold Beckmann. "Es ist völlig nachvollziehbar, dass er nach 15 Jahren etwas Neues für uns machen möchte, zumal er die ständigen Diskussionen über die Talkshows ermüdend findet. Dieses Gefühl teile ich." Beckmanns Sendung zähle zu den wichtigsten Programm-Marken des Ersten. Mit dem Moderator sei vereinbart, dass er seine Stärken in ein neues Format einbringen werde. "Darüber hinaus ist fest verabredet, dass Reinhold Beckmann auch für das NDR Fernsehen innovative Unterhaltungssendungen entwickelt", so Marmor.

(dpa/kas)

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ARD ersetzt Beckmann durch Comedy-Show

von Franziska Mozart

Das Erste wird den freiwerdenden Sendeplatz am Donnerstagabend mit einem Satire- oder Comedy-Format besetzen. Künftig wird es demnach nur noch vier Talkshows geben. Das beschlossen die Intendantinnen und Intendanten der ARD auf ihrer Sitzung in Berlin. "Wir haben jetzt Zeit, Satire-/Comedy-Formate für den Donnerstagabend zu entwickeln", so der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor.

Zeit dafür hat die ARD bis Ende 2014. Dann läuft der Vertrag mit Reinhold Beckmann aus. Danach will der Talkmaster seine Show im Ersten nicht mehr weiterführen. Er moderiert in der ARD noch die "Sportschau" und andere Fußball-Ereignisse. Diese sind von seiner aktuellen Entscheidung nicht betroffen. Für "Das Erste" und das "NDR Fernsehen" soll Beckmann verschiedene Formate entwickeln, gab Marmor bekannt.

Beckmann begründete seinen Beschluss in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" unter anderem damit, dass er der Debatten über Sinn oder Unsinn der politischen Talkshows in der ARD einfach müde sei. Auch Marmor zeigte sich erfreut darüber, "dass wir die Diskussion über die Talkshows im Ersten einvernehmlich im Intendantenkreis gelöst haben."

Schon länger wurde öffentlich darüber diskutiert, ob die fünf Talkshows der ARD nicht zu viel seien. Seit Herbst 2011 gibt es in der ARD fünf Spättalks zwischen Sonntag und Donnerstag. Am Sonntagabend talkt Günther Jauch, montags Frank Plasberg, dienstags Sandra Maischberger, mittwochs Anne Will und donnerstags Beckmann. Nach Informationen des "Spiegel" stand "Beckmann" wegen schlechter Einschaltquoten ohnehin ganz oben auf der Streichliste.

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