Hier ein Auszug der Ergebnisse aus den verschiedensten Bereichen der Konsum- und Medienrealität der Deutschen:

- Mehr Frauen als gedacht stehen auf Fußball. 5,71 Millionen (16 Prozent) huldigen dem König Fußball. Damit sind Fußballübertragungen bei dem weiblichen Geschlecht deutlich beliebter als beispielsweise Kunst-/Kultursendungen (zehn Prozent).

- Die Freude der Menschen an Zeitschriften ist ungebrochen – 77 Prozent der Befragten lesen sie nach wie vor gern. Das sind genauso viele wie im letzten Jahr. Bei den Frauen sind es sogar 83 Prozent. Kombiniert man die Nutzerzahlen von Print, Online und Mobile, dann ist "Bild" laut B4P die meistgenutzte Medienmarke, gefolgt von "Apotheken Umschau" und "Spiegel".

- eBook-Reader suchen noch nach Akzeptanz in der Bevölkerung. Von 2,8 Prozent auf gerademal 3,1 Prozent ist die Verbreitung bundesweit seit letztem Jahr gestiegen. Die Hessen fallen als digitale Bücherwürmer auf: In der Buchmesse-Stadt Frankfurt liegt die Verbreitung bei 14 Prozent.

- Für 56 Prozent der Bevölkerung ist es wichtig, dass sie sich immer und überall informieren können – ein Vorteil für mobile Medien. Besonders junge Leute dürften sich ohne mobilen Internetzugang von der Welt abgeschnitten fühlen: 66 Prozent der 14 – 29 Jährigen wollen immer und überall an Informationen kommen können.

- 15 Prozent der Bevölkerung nutzen Twitter, acht Prozent mindestens einmal pro Woche. Vor allem bei den jüngeren Menschen wird kräftig gezwitschert: Fast ein Drittel (30 Prozent ) der jüngeren Menschen (14 – 39 Jahre) ist bei Twitter. 78 Prozent der Twitterer sind sogar der Meinung, dass man dort leichter Gleichgesinnte findet als im richtigen Leben.

- Über die Hälfte aller Internet-User (54,3 Prozent) nutzt Facebook. Gleichzeitig sagen aber 74 Prozent der Facebook-Nutzer, dass ihnen der Schutz ihrer persönlichen Daten extrem wichtig ist.

- 44 Prozent der Deutschen nutzen mittlerweile Online-Banking – aber eher in Großstädten. In Orten mit über 500.000 Einwohnern erledigen sogar 50 Prozent der Befragten ihre Bankgeschäfte am Computer. Dabei wäre doch grade auf dem Land der Weg zur nächsten Bankfiliale oft so weit.

- Die meisten Blondinen gibt es in Hamburg und Berlin – jeweils 25 Prozent setzen dort auf blond als Haarfarbe. Allerdings schummelt in Berlin mehr als die Hälfte (52 Prozent ) der Blondinen und greift zu Färbemitteln. In Hamburg geht’s natürlicher zu: Hier färbt nur ein Drittel (36 Prozent).

- Auch Männer shoppen online Schuhe. Rund 23 Prozent der ledigen Männer in Deutschland kaufen öfter Schuhe im Internet. Die Ehe ändert allerdings alles. Von den verheirateten Männern schauen sich nur noch zwölf Prozent im Netz nach neustem Schuhwerk um. Dafür geben 23 Prozent der verheirateten Frauen an, für ihren Liebsten die Schuhe zu shoppen.

- Mit 40 Prozent ist die geplante Urlaubsreise das häufigste Spar- Motiv. Nur wenige der Verheirateten denken beim Sparen an die Absicherung des Ehepartners (21 Prozent) und selbst für Eltern ist das Vererben an ihre Kinder ein wenig ausgeprägter Spargrund (zwölf Prozent ).

Die vier Verlage haben ihr Forschungsanliegen 2012 in die Hände der gemeinsamen Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) in München gelegt. Die zuständigen Verlagsvertreter - Catherin Anne Hiller, Group Director, Research & Consulting der Bauer Media Group,  Arne Bergmann, Managing Director Marketing & Sales von Axel Springer Media Impact, Andreas Schilling, Geschäftsführer des Burda-Vermarkters BCN sowie Frank Vogel, Mitglied der Geschäftsleitung G+J Media Sales EMS, sind mit den um mobilen Medienkonsum erweiterten Datenkatalog zufrieden.  Indem nun auch Markenreichweiten abgebildet würden, würden die Verlage einer wesentlichen Anforderung der Marktpartner gerecht. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatten Markenartikler eine bessere Vergleichbarkeit der Medien und vor allem "belastbare" Effizienznachweise für digitale und mobile Offerten eingefordert.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.