Abo-Modell Gutscheine | | von Petra Schwegler

"Bravo" Prepaid: Bauer ahmt mit Zeitschriften das Handy-Modell nach

Bauer geht mit Prepaid-Karten in die Vertriebs-Offensive: Die Hamburger führen nach Angaben vom Dienstag "als erster deutscher Verlag" das so genannte Prepaid-Lesen ein – in Form von Zeitschriften-Gutscheinen. "Ohne Vertragsbindung und mit voller Kostenkontrolle", versichert Bauer. So müsse man sich nicht langfristig an eine Zeitschrift binden, sondern könne immer genau so viel lesen, wie es das Haushaltsbudget hergebe, verspricht die Mutter von Zeitschriften wie "Bravo", "Closer", "TV Movie" oder "InTouch" rund um das neue Abo-Modell.

Und so funktioniert das Ganze: Die Zeitschriften-Gutscheine sind zum Preis von 25 Euro ab sofort an den Tankstellen von Aral erhältlich, die Geschenk-Karten im Angebot haben. In und um Hamburg gibt es die Gutschein-Karten zusätzlich in den Filialen der Drogeriemarktkette Budnikowsky. Jeder Gutschein gilt für ein Magazin nach Wahl aus dem Zeitschriftenangebot von Bauer. Bei der Freischaltung des Kartenguthabens im Internet entscheidet sich der Kartenbesitzer dann, welche Zeitschrift er lesen will. Mit jeder gelieferten Ausgabe verringert sich das Guthaben um den Kioskpreis des Wunschmagazins. Das Restguthaben kann jederzeit erstattet werden. Die Kosten sind dabei gedeckelt: Die Zeitschrift wird nur so lange geliefert, bis das Guthaben verbraucht ist. Daher sei die Karte auch eine ideale Geschenk-Idee, meint der Verlag, der das Verfahren im Kleinen bereits bei Titel wie "InTouch" getestet hat.

Im Internet wird Prepaid-Lesen laut Bauer auch unabhängig vom Kauf eines Zeitschriften-Gutscheins angeboten. Unter Prepaid-lesen.de entscheiden sich Interessierte zunächst für eine Zeitschrift ihrer Wahl und danach für ein Leseguthaben. Zur Wahl stehen Guthaben von 20, 30, 40 und 50 Euro. Auch hier besteht die Möglichkeit, Prepaid-Lesen zu verschenken. Anders als beim Zeitschriften-Gutschein kann sich der Schenkende vorab für ein Magazin entscheiden.

Heribert Bertram, Geschäftsleiter Bauer Vertriebs KG, hofft auf neue Leserschichten: "Vor allem junge Leute gehen heute ungern längerfristige vertragliche Verpflichtungen ein." Mit Prepaid-Lesen hätten sie nicht nur ihre Ausgaben besser im Blick, sondern auch die Möglichkeit, "immer wieder neue Lieblingszeitschriften zu entdecken". Vor allem im Jugendsegment rund um die schwankende "Bravo" baut der Verlag neue Stützen auf.

"Bravo" Prepaid: Bauer ahmt mit Zeitschriften das Handy-Modell nach

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