| | von Petra Schwegler

Burda bündelt in Berlin "Focus“, "Bunte“ und "SuperIllu“ unter einem Dach

Burda-Medien und -Redaktionen arbeiten in der Hauptstadt künftig unter einem Dach. In den nächsten anderthalb Jahren werden die Hauptstadtbüros von "Focus", "Bunte", die Verlagsgruppe Berlin mit den Titeln "SuperIllu" und "Guter Rat" sowie das zur Burda Intermedia Publishing gehörende Unternehmen StarnetOne schrittweise an den Potsdamer Platz ziehen. Berlin wird damit zu einem vierten Standort der Verlagsgruppe ausgebaut.

Zur Begründung sagt Vorstand Philipp Welte: "Wir haben unsere journalistische und unternehmerische Präsenz in der Hauptstadt zuletzt deutlich verstärkt und damit der Bedeutung Berlins Rechnung getragen. Die Bündelung unserer Berliner Einheiten im Laufe der nächsten Jahre ist einerseits ein Schritt des noch stärkeren Zusammenwachsens und Zusammenhalts unseres Unternehmens, andererseits auch strategisches Signal, dass wir in Deutschland neben Offenburg, München und Hamburg auch Berlin als einen weiteren Standort für Hubert Burda Media entwickeln wollen."

Burda bündelt in Berlin "Focus“, "Bunte“ und "SuperIllu“ unter einem Dach

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Robert Schneider wird Chefredakteur bei "Focus"

von Petra Schwegler

Erneuter Chefredakteurs-Wechsel beim "Focus": Robert Schneider übernimmt. Der 39-Jährige, der sich bei Burda seit 2011 einen Namen als Chefredakteur des bei Ostdeutschen beliebten Wochenblattes "Super Illu" gemacht hat, wird zum 1. März Chefredakteur des Nachrichtenmagazins. Ulrich Reitz, der den "Focus" erst seit September 2014 geführt hat, bleibt der Chefredaktion allerdings erhalten: Der 55-Jährige tritt ins Glied zurück und nennt sich künftig "Editor at Large", zuständig für die Themengebiete Politik und Debatte mit Sitz in Berlin.

Der Verlag, der den wichtigen Posten zuvor mit externen Kandidaten wie Reitz und davor Jörg Quoos und Wolfram Weimer mit jeweils kurzen Amtszeiten besetzt hat, verlässt sich mit der Berufung des bisherigen "Super Illu"-Machers erstmals seit Abgang von Gründungschefredakteur Helmut Markwort im Herbst 2010 wieder auf einen Mann aus den eigenen Reihen. Über Schneider sagt Burdas Verlagsvorstand Philipp Welte, er sei "ein exzellenter und erfahrener Chefredakteur, der 'Focus' inhaltlich und gestalterisch souverän in die Zukunft führen wird".

Noch mehr Unterstützung erhält der nächste "Focus"-Chef von Walter Mayer, den Burda an Bord holt. Den 56-Jährigen kennt Schneider bestens: Er war bis zu seinem Wechsel zu Burda im Jahr 2011 Stellvertreter von Mayer als Chefredakteur des Springer-Boulevardtitels "Bild am Sonntag". Walter Mayer wird nun wieder mit Schneider gemeinsam wirken und die "Focus"-Redaktion ebenfalls ab März als journalistischer Berater verstärken. Wirklich umziehen muss Robert Schneider indes nicht: Seit einigen Jahren sitzt "Focus" in Berlin ebenso wie "Super Illu" in einem Verlagsgebäude an der Potsdamer Straße. 

Für Ulrich Reitz hat Welte übrigens Lob parat: In seiner Amtszeit als Chefredakteur habe er drei zentrale Weichenstellungen für "Focus" erfolgreich vorangetrieben: die Umstellung auf den neuen Erscheinungstag, den Umzug nach Berlin und die Etablierung neuer redaktioneller Prozesse. Immerhin hat es der einstige "WAZ"-Chef Reitz geschafft, die Auflage des "Focus" nach vielen Jahren des Niedergangs bei rund 500.000 Exemplaren zu stabilisieren.

Nun darf sich Robert Schneider versuchen, der für eine deutliche Verjüngung des "Focus"-Managements steht: Seine Erfahrung bei der "Super Illu" kann er einbringen in ein Magazin, das mit dem neuen Erscheinungstag am Samstag durchaus andere Lesebedürfnisse als die reine Lust an der Nachricht befriedigen soll.

Hier die Auflagenentwicklung des "Focus" in einer Grafik von PZ Online, die zeigt: In der Ära Reitz hat das Blatt zwischendurch sogar wieder an Auflage zugelegt.

 

Die Nachfolge von Schneider bei "Super Illu" ist bereits gelöst: Stefan Kobus übernimmt am 1. März die Chefredaktion des Titels und des Schwestermagazins "Guter Rat". Der 52-Jährige ist seit 2004 Stellvertreter des Chefredakteurs bei "Super Illu". Kobus war davor unter anderem in leitenden Funktionen bei Bauer.

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