Starke Botschaft von Kempertrautmann für die Deutsche Aids-Stiftung: Hinter Plakatwänden steigen heliumgefüllte Schaumkreuze in den Kölner Himmel.
Starke Botschaft von Kempertrautmann für die Deutsche Aids-Stiftung: Hinter Plakatwänden steigen heliumgefüllte Schaumkreuze in den Kölner Himmel. © Foto:Screenshot

| | von Daniela Strasser

Cannes 2012: Zweimal Media-Gold für deutsche Agenturen

20 deutsche Einreichungen standen in diesem Jahr auf der Media-Shortlist bei den Cannes Lions. Zehn Medaillen dürfen deutsche Agenturen mit nach Hause nehmen, darunter zwei goldene. Gold geht an Kempertrautmann und die Arbeit „Every 18 Seconds Somebody dies of Aids“ im Auftrag der Deutschen Aids-Stiftung. Jung von Matt gewinnt mit „Stones Telling Stories – Online Holocaust Memorial“ ebenfalls einen goldenen Löwen.

Media-Juror Manfred Kluge.

Media-Juror Manfred Kluge.

Silber geht an Ogilvy & Mather („Donation Army“ für die Tropenwaldstiftung Oroverde“), Serviceplan („Radio Ghosts“ für die Johanniter Unfall-Hilfe), Mediacom in Düsseldorf („Office War: Helping Germany have fun at work für Hasbro) und noch mal Jung von Matt („Online Street Musicians“ für das Rote Kreuz).

Vier bronzene Löwen teilen sich Grey („The Non-Interactive Interactive Comedy“ für Viacom), Saatchi & Saatchi („QR Thanks“ für das Dinosaurier Museum Senckenberg), die AM Agentur für Kommunikation aus Stuttgart („Giro sucht Hero“ für den Deutschen Sparkassen- und Giroverband) und erneut Kempertrautmann, die für ihre Arbeit für die Aids-Stiftung nicht nur Gold, sondern auch Silber mit nach Hause nehmen kann.

Es seien Marathon-Jurysitzungen gewesen, sagte Mainardo de Nardis, CEO von OMD Worldwide und Vorsitzender der diesjährigen Media-Jury. 3247 Einreichungen hatten die Juroren 2012 zu begutachten, 281 Beiträge standen auf der Shortlist. Deutschland schickte insgesamt 272 Arbeiten ins Rennen.

Der Grand Prix in diesem Jahr ging nach Großbritannien: Manning Gottlieb OMD punktete mit „Google Voice Search“ für den Internetkonzern Google. Deutschland, sagt Manfred Kluge, CEO der deutschen Omnicom Media Group und Media-Jurymitglied, habe „digital nicht hinten angestanden“. Insgesamt fehlten ihm die dezidierten Zielsetzungen und klaren Erfolgs-Nachweise bei vielen der eingereichten Kampagnen, so Kluge weiter. Während international viele Media-Agenturen auf der Gewinnerliste stehen, sind es in Deutschland nach wie vor vor allem Werbeagenturen, die in der Kategorie Media punkten. "Wir müssen mutiger werden, mehr einreichen", sagt Kluge dazu.

Cannes 2012: Zweimal Media-Gold für deutsche Agenturen

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