3. Deutsche haben strikte rechtliche Regeln

Aus der Historie heraus gibt es im rechtlichen Bereich eine strikte Trennung von "Redaktion" und "Werbung" in allen Medien. Da Branded Content bei uns als Werbung gesehen und gewertet wird, fordern Marken in Deutschland ein deutlich "stärkeres Branding ihres Contents" als in anderen Ländern.

4. Deutsche lieben ihr TV

Deutschland hat, wie auf der MipTV herausgestellt wurde, den zweitgrößten TV-Markt der Welt - nach Erlösen gerechnet. Das bringt uns zu folgendem, derzeit "gut funktionierenden Geschäftsmodell für Branded Content in Deutschland": Video Content wird im Internet veröffentlicht, um Traffic zu generieren. Gleichzeitig wird dieser Content dann durch klassische Media, oftmals in Form von TV-Spots, beworben, um Traffic aktiv dorthin zu bringen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die "Telekom Familie Heins". Mit langen Episoden im Web und kürzeren Spots mit technisch geprägten Informationen zum Beispiel zu Tarifen im TV.

5. Die Deutschen mögen "Live"-Erlebnisse

In einer Zeit, in der Content überall und immer verfügbar ist, gibt es einen Trend zur Live-Berichterstattung und zu Live-Events. Eines der besten Beispiele dazu ist derzeit das "Mediamarkt Osterhasen-Rasen", das zahlreiche Preise wie die Cannes Lions gewonnen hatte und nun bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Es wurde zur Prime Time gleichzeitig auf über 15 TV-Sendern und größeren digitalen Plattformen ausgestrahlt und hatte bereits beim ersten Mal über 21 Millionen Zuschauer erreicht.

Sandra Freisinger-Heinl, MA-Media.

Zusammengetragen hat das Wissen Sandra Freisinger-Heinl, Etatgeschäftsführerin der Münchner Branded-Entertainment-Spezialisten MA Media und Pressesprecherin des Verbands für Product Placement e.V..


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