Verkündet der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt den "FR"-Kollegen das Aus oder die Ehe mit der "FAZ"? Am Mittwoch wird das Team informiert...
Verkündet der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt den "FR"-Kollegen das Aus oder die Ehe mit der "FAZ"? Am Mittwoch wird das Team informiert... © Foto:"FR"

Stichtag Mittwoch | | von Petra Schwegler

D-Day in Frankfurt: Schluckt die "FAZ" die "FR"?

Die insolvente "Frankfurter Rundschau" ("FR") könnte vor ihrer letzten Woche stehen - oder aber Teil der "FAZ"-Familie werden. "Es wird in jedem Fall eine Entscheidung fallen müssen, ob und wie es nach dem 1. Februar weitergehen wird", zitierte die Nachrichtenagentur "dpa" am Wochenende den Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Frank Schmitt – der am heutigen Montag die Gläubiger über den Stand der Verhandlungen informieren wird. Diese sollten dann eine Entscheidung über die Zukunft des Verlags und der verlagseigenen Druckerei treffen. Die Öffentlichkeit soll nach einer Mitarbeiterversammlung an diesem Mittwoch über das Ergebnis informiert werden.

Gibt bei der "FR" bald "FAZ"-Chef Tobias Trevisan den Ton an? (Foto: Wolfgang Eilmes).

Gibt bei der "FR" bald "FAZ"-Chef Tobias Trevisan den Ton an? (Foto: Wolfgang Eilmes).

Das "Hamburger Abendblatt" und Brancheninsider sind sich indes sicher, dass nun doch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) die "FR" in abgespeckter Form als Regionalzeitung für das Rhein-Main-Gebiet fortführen wolle. Geplant sei die Übernahme von 30 Redakteuren und mehreren freien Mitarbeitern. Texte zu überregionalen Themen sollten offenbar von der FAZ zugeliefert werden, heißt es. Gedruckt würde die "FR" künftig von der Frankfurter Societäts-Druckerei, einem "FAZ"-Schwesterunternehmen. So ein Vorhaben würde allerdings nur wenige Stellen erhalten: Nach früheren Angaben stehen beim "FR"-Verlag mehr als 450 Arbeitsplätze auf dem Spiel, davon etwa die Hälfte im Druckzentrum. Tobias Trevisan, Verlagsgeschäftsführer der "FAZ", soll laut "Hamburger Abendblatt" gegenüber Mitarbeitern bereits von möglichen Synergieeffekten eines solchen Zusammenwirkens gesprochen haben.

Noch schweigt die "FAZ", die seit Wochen als wahrscheinlichster Käufer gehandelt wird. Bereits seit Anfang Dezember werden als mögliche Interessenten an der "FR", die einst zu den führenden Zeitungen Deutschlands zählte, vor allem der Süddeutsche Zeitungsverlag und der lokale Konkurrent "FAZ" genannt.

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