Die Printflut am deutschen Kiosk ist riesig - und könnte noch größer werden, wenn US-Neustarts wie "The Stndrd" die Verleger inspirieren.
Die Printflut am deutschen Kiosk ist riesig - und könnte noch größer werden, wenn US-Neustarts wie "The Stndrd" die Verleger inspirieren. © Foto:Bettina Theisinger

Launches 2012 | | von Manuela Pauker

Das sind die Print-Trends aus den USA

Allen Untergangs-Visionen zum Trotz: Auch 2012 erschienen in den USA jede Menge neuer Print-Produkte. 830 Magazine, 235 davon mit regelmäßiger Erscheinungsweise, hat Medien-Experte Samir A. Husni in seinem Blog Mr. Magazine errechnet. Einige der interessantesten – und schrägsten – Launches hat er etwas ausführlicher vorgestellt. Zu den Highlights zählen die folgenden Hefte:

"The Stndrd"

Es ist ein bekanntes Phänomen: Die Aufmerksamkeitsspanne junger Menschen wird kürzer und kürzer. Das Männermagazin "The Stndrd" trägt dieser Entwicklung Rechnung: Der Titel des US-Publishers The Stndrd Inc. versucht die Zielgruppe der jungen Männer seit Juni mit optisch opulent aufgemachten Bildstrecken und Beiträgen (Frauen, Musik, Filme, Computerspiele) sowie mit fetziger Typographie ins Blatt zu ziehen.

"Cook’n Magazine"

In einer Zeit, in das Anzeigengeschäft mehr und mehr bröckelt, werden die Vertriebserlöse zunehmend wichtiger. Das Food-Magazin "Cook’n" greift hier ordentlich zu: Der Titel, der in Zusammenarbeit des Verlags Northridge Publishing mit den Herstellern der in den Staaten populären Rezept-Software Cook’n Recipe Organization entsteht, ist zum stolzen Preis von 17,95 Dollar erhältlich. Die Rezepte, die jeden Schwierigkeitsgrad berücksichtigen, stammen dabei von den Lesern selbst.

"Shoeholics"

Das Klischee, dass alle Frauen verrückt nach Schuhen sind, gipfelt jetzt in einem eigenen Magazin: "Shoeholics" nimmt die Lust am Schuh ernst – und zeigt nicht einfach nur die neuesten Modelle, sondern berichtet auch über Designer und erzählt große Hintergrund-Geschichten über die Branche. Das Heft aus dem Haus Shoeholics and affiliates erscheint vier Mal jährlich zum Preis von 6,99 Dollar.

"Modern Cat"

Es ist eine Tatsache: Katzen-Clips gehören zu den meistgeklickten Filmchen auf YouTube. Die Katzenfans in den USA werden seit diesem Jahr von Modern Dog Inc. parallel dazu mit einem neuen Print-Produkt versorgt: "Modern Cat". Das Heft, im September gelaunchtes Schwesterblatt von "Modern Dog", hat das Alltagsleben mit den schnurrenden Vierbeinern zum Thema – und natürlich die Angebote einer wachsenden Industrie, die Herrchen und Frauchen mit dem passenden Zubehör versorgt. "Modern Cat" kostet pro Ausgabe 5,95 Dollar.

"Revolucion"

Eine wirklich genau definierte Zielgruppe will das Magazin "Revolucion" ansprechen: Die Lowrider Magazine Group hat das Heft laut eigener Aussage auf "Latino-Biker" ausgerichtet. Dementsprechend sind die Inhalte von "Revolucion" (Untertitel "Life behind bars") zugeschnitten: Eine Mischung aus Bikes, Babes und der Lifestyle der Latino-Kultur – alles opulent in Szene gesetzt. Das Heft feierte im Mai Premiere. Eine zweite Ausgabe steht bislang allerdings noch aus.

"Geek Magazine"

Mit dem Begriff "Geek" wird laut Wikipedia jemand bezeichnet, der sich "durch großes Interesse an wissenschaftlichen oder fiktionalen Themen auszeichnet, die üblicherweise elektronischer (vgl. Computerfreak) oder phantastischer Natur sind." Genau diesen Bereichen widmet sich auch das gleichnamige zweimonatliche Magazin – einschlägige TV-Serien wie "The Walking Dead", Superhelden oder die Welt der Hobbits nehmen dabei einen großen Teil des Raums ein. "Geek", nicht zu verwechseln mit einem ähnlich ausgerichteten Titel gleichen Namens aus dem Panini-Verlag, kostet pro Ausgabe 6,99 Dollar.

Das sind die Print-Trends aus den USA

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