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Schütte im Aufsichtsrat:
DuMont mit neuer Struktur: Christoph Bauer wird Vorstandschef

Frisches Blut für DuMont: Mit dem Neuzugang Christoph Bauer gibt es beim Kölner Medienkonzern erstmals einen Vorstandsvorsitzenden. Christian DuMont Schütte zieht sich in den Aufsichtsrat zurück.

Text: Petra Schwegler

23. Mai 2013

Nun also doch: Die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) baut ihre Führung um und verpasst sich einen Vorstandsvorsitzenden. Christian DuMont Schütte, 56, wechselt dabei vom Vorstand in den Aufsichtsrat und wird dort Stellvertreter seines Onkels Alfred Neven DuMont, 86. Der Medienmanager Christoph Bauer, bis Ende 2012 Chef der AZ Medien in der Schweiz, kommt zum Oktober in den MDS-Vorstand. Der 42-Jährige übernimmt Anfang 2014 dessen Vorsitz. Das teilt MDS am Donnerstag in Köln mit. Über den Umbau ist seit Tagen spekuliert worden; es hieß, ein sehr Online-affiner Manager würde an die Spitze wechseln. Das ist Bauer in der Tat: In der Zeit vor AZ Medien war er Bereichsleiter New Media bei Ringier in der Schweiz. Den Posten des MDS-Vorstandsvorsitzenden, den Bauer übernimmt, gibt es bislang nicht. Bis dato wird der Vorstand von einem gleichberechtigten vierköpfigen Vorstand geführt.

Alfred Neven DuMont bleibt Vorsitzender des Aufsichtsrats, seine Tochter Isabella Neven DuMont, 45, gehört weiter dem Vorstand an. Mit dem Wechsel von Christian DuMont Schütte ist sein Familienstamm von 2014 an wieder im Aufsichtsrat vertreten. Sein Vater Dieter Schütte war im Februar gestorben. Christian DuMont Schütte ist seit mehr als 20 Jahren in Geschäftsführung und Vorstand von MDS aktiv und wird auch nach seinem Wechsel in den Aufsichtsrat im Januar 2014 Herausgeber von "Kölner Stadt-Anzeiger", "Mitteldeutscher Zeitung" und "Express" bleiben. Das letzte Quartal 2013 wird DuMont Schütte noch zusammen mit Bauer dem MDS-Vorstand angehören.  

Bei MDS erscheinen "Kölner Stadt-Anzeiger", "Berliner Zeitung", "Mitteldeutsche Zeitung", "Kölnische Rundschau", "Express", "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier". Die "Frankfurter Rundschau", die MDS und der SPD-Medienholding ddvg gehörte, war 2012 insolvent gegangen. Sie wurde von der Frankfurter Societät GmbH und der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH übernommen.


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Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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