Klassisches Fernsehen oder digitale Medien? Die Studie von Mindshare zeigt, wie wir heutzutage Bewegtbild nutzen.
Klassisches Fernsehen oder digitale Medien? Die Studie von Mindshare zeigt, wie wir heutzutage Bewegtbild nutzen. © Foto:Mindshare

| | von Katharina Hannen

Ein Drittel des Bewegtbildes läuft heute digital: Guckt das klassische Fernsehen bald in die Röhre?

Wie steht es um das gute, alte Fernsehen? Zwar sind in diesem Bereich noch immer die höchsten Werbeumsätze zu verzeichnen, doch längst gehören Computer, Smartphones und Co zur Standardausstattung. Das digitale Zeitalter hat unsere Gewohnheiten verändert, längst ist Bewegtbild über viele Medien zu empfangen. In einer Studie hat die Frankfurter Media-Agentur Mindshare das sogenannte Second-Screen-Phänomen untersucht. An der Online-Befragung nahmen 1.139 Internet-Nutzer zwischen 18 und 69 Jahren teil.

Zunächst wurden die Verbreitung und Nutzung einzelner Geräte betrachtet: TV-Geräte besitz heutzutage jeder. Die Deutschen legen viel Wert auf Entertainment, denn während der klassische Röhrenfernseher nur noch in 43 Prozent der Haushalte zu finden ist, sind es bei den Flatscreens bereits 79 Prozent. Anders verhält es sich mit den Mobiltelefonen. Es setzten derzeit noch mehr Nutzer auf Handys (71%) und nicht auf Smartphones(36%). Weit weniger klafft der Unterschied zwischen Laptop und Desktop auseinander. 76 Prozent der Befragten nutzen die tragbare Variante, 65 den heimischen PC.

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Die Nutzung von Bewegtbild verlagert sich immer weiter in die digitalen Medien. Auch wenn täglich noch etwa 174 Minuten lang auf klassischem Wege ferngesehen wird, immer mehr Menschen nutzen weitere Endgeräte für den TV-Konsum - mittlerweile spielt sich ein Drittel über digitale Medien ab. Hierbei ist vor allem der Aspekt des Alters entscheidend: Unter den 18-29-Jährigen schauen 39 Prozent digital fern, bei den 50-69-Jährigen gerade einmal ein Viertel. Während die jüngeren User vornehmlich kürzeren Internet-Clips ansehen, rufen diejenigen, die älter als 30 sind, meist längere Clips in den Mediatheken auf. Mindshare erwartet, dass in Zukunft verstärkt auf die Mediatheken zugegriffen und die Nutzung der Clip-Portale zurückgehen wird.

Einen entscheidenden Vorteil nennt Mindshare allerdings für das klassische Fernsehen: das Live-Event. Explodierende Quoten bei großen Ereignissen (zum beispiel bei den Fußball Welt- und Europameisterschaften) machen das stets deutlich. Gezielt wird die Ausstrahlung von Shows und Veranstaltungen aber auch mehr und mehr ins Netz verlängert.

Ganz egal, ob Bewegtbild, Surfen oder Spiele - dafür nutzen die Studienteilnehmer Laptop und Desktop am häufigsten, noch vor dem Tablet oder Smartphone. Nur beim Lesen gibt es eine Ausnahme, denn hier zeigen sich ganz deutlich die Vorteile des Tablets. Bei der digitalen Nutzung von Büchern und Zeitschriften haben sie sich bereits an die Spitze gesetzt.

Ein Drittel des Bewegtbildes läuft heute digital: Guckt das klassische Fernsehen bald in die Röhre?

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