FFA: Kino macht Umsatz wie schon lange nicht mehr
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| | von Florian Allgayer

FFA: Kino macht Umsatz wie schon lange nicht mehr

Die deutschen Kinos können sich über Besucher- und Umsatzwachstum im ersten Halbjahr freuen: Mit über 61 Millionen Tickets waren von Anfang Januar bis Ende Juni 1,3 Millionen Besucher im Kino – das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut Filmförderungsanstalt (FFA) erzielten die Filmtheaterbetreiber einen Gesamtumsatz von 452,8 Millionen Euro. Das ist das zweitbeste Einspielergebnis einer Halbjahresbilanz, das nur vom Rekordjahr 2002 übertroffen wurde.

Erfolgreichster Film des ersten Halbjahres ist eine deutsche Produktion: Til Schweigers Komödie „Kokowääh“ lockte 4,3 Millionen Besucher in die Kinos, so die FFA in ihrer aktuellen Kino-Halbjahresbilanz. Insgesamt lösten in den ersten sechs Monaten 12,4 Millionen Besucher (erstes Halbjahr 2010: 12,0 Millionen) Tickets für einen deutschen Film im Kino, das entspricht einem Marktanteil von 20,4 Prozent.

Erstmals gewichtet die FFA nun auch 3D-Filme im Vergleich zum Gesamtmarkt. So besuchten im ersten Halbjahr 12,1 Millionen (12,8 Millionen im Vorjahr) Besucher eine 3D-Vorstellung, das bedeutet einen Anteil von 19,8 Prozent (21,7 Prozent im Vorjahr). bedeutet. 3D-Filme seien „ein stabiler Bestandteil des Kinomarkts geworden, wodurch die seit Februar überaus erfolgreich angelaufene Digitalisierungsförderung durch Bund, Länder und die FFA zusätzlich an Bedeutung gewinnt“, betont FFA-Vorstand Peter Dinges.

Während Besuch und Umsatz stiegen, hat sich der rückläufige Trend bei der Zahl der Spielstätten (1.689), Kinosäle (4.647) und Standorte (941) fortgesetzt: Am 30. Juni gab es mit 798.991 Sitzplätzen erstmals seit 1998 wieder weniger als 800.000 Plätze in deutschen Kinos. Unter dem Strich standen im ersten Halbjahr 105 Kinoschließungen 53 Neu- oder Wiedereröffnungen gegenüber.

Von der zweiten Jahreshälfte erwartet sich FFA-Vorstand Dinges weitere Impulse fürs Medium Kino, etwa durch die deutsche 3D-Großproduktion „Die drei Musketiere“. Großes Potenzial hätten aber auch Familienfilme wie „Die Abenteuer von Tim und Struppi“, „Wicki auf großer Fahrt“, „Prinzessin Lillyfee und das kleine Einhorn“, „Happy Feet 2“ oder Robert Redfords „Die Lincoln Verschwörung“ sowie Roland Emmerichs „Anonymus“.

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