Was wird aus der "Frankfurter Rundschau"? Das Angebot aus der Türkei lehnten die Gläubiger ab, das der "FAZ" prüft derzeit das Bundeskartellamt.
Was wird aus der "Frankfurter Rundschau"? Das Angebot aus der Türkei lehnten die Gläubiger ab, das der "FAZ" prüft derzeit das Bundeskartellamt. © Foto:"FR"

Insolvente "Frankfurter Rundschau" | | von Katharina Hannen

"FR": Angebot aus der Türkei abgelehnt, "FAZ" bleibt einziger Interessent

Der türkische Verleger Burak Akbay ist aus dem Bieterrennen um die insolvente "Frankfurter Rundschau" ausgeschieden. Einziger verbleibender Interessent ist somit die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"), wie aus einem Rundschreiben der Insolvenzverwaltung an die Mitarbeiter der Traditionszeitung hervorgeht. Die Gläubiger seien gegen ein Angebot von Akbays Unternehmen Estetik.

"Das zuletzt von Estetik vorgelegte Angebot ist vom Gläubigerausschuss als nicht ausreichend abgelehnt worden", heißt es in dem am Freitag versandten Schreiben. "Daraus folgt die Stilllegung des Druckzentrums."

Für die "FR" würde eine Übernahme durch die konkurrierende "FAZ" zwar eine Perspektive versprechen. Für die weitaus meisten der betroffenen 450 Mitarbeiter in Redaktion und verlagsinterner Druckerei bedeutete das allerdings das Aus. Denn die "FAZ" würde nur 28 Mitarbeiter aus der Redaktion übernehmen, an der Druckerei hat sie kein Interesse. Bis Ende Februar muss eine Entscheidung fallen. Derzeit prüft das Bundeskartellamt das  "FAZ"-Angebot.

Im November meldete zunächst die "FR" auf Grund massiver Verluste Insolvenz an, kurz darauf sechs Tochterfirmen - von den Maßnahmen sind 450 Arbeitsplätze betroffen. (dpa/kh)

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