"Bild der Frau" | | von Petra Schwegler

Funke sortiert nach Springer-Deal Frauenzeitschriften neu

Die Frage, an welchem Standort die Funke Mediengruppe die von Springer erworbenen Frauenzeitschriften zusammen mit dem eigenem weiblichen Magazin-Portfolio bündelt, ist einen Monat nach Inkrafttreten des Deals gelöst: Sowohl der Redaktionssitz in Hamburg (Springer) als auch jener in München (Funke) bleiben erhalten. Den Norden verlassen muss lediglich die Ratgeberzeitschrift „Frau von Heute“; sie wird künftig in München herausgegeben.

 

Im Fokus steht bei der Funke Mediengruppe nun "Bild der Frau": Eine neue Struktur sorgt dafür, dass das Zugpferd - Deutschlands größte Frauenzeitschrift – deutlich gestärkt und in den Mittelpunkt der Frauengruppe gestellt wird. Funke behält das Ex-Springer-Blatt an der Alster. „Eine neue redaktionelle Struktur stärkt die Kernkompetenzen des Marktführers: Exklusive Eigenproduktionen und ein starker Ratgeberteil“, kündigt die  Mediengruppe am Donnerstag an. Funke hält des Weiteren am eingespielten Reporterteam fest und lässt die aktuelle Berichterstattung weiter entwickeln. Für „Bild der Frau“ heißt das in Funke-Deutsch: „Noch mehr Reportagen, Reports, Interviews.“ Die Teams in den Fachressorts Mode, Beauty, Ernährung und Food sollen sich ebenfalls auf die exklusiven Eigenproduktionen konzentrieren, die den Titel auszeichnen – „und damit den Qualitätsvorsprung von ‚Bild der Frau‘ sichern“, wie es heißt. Der Titel hat in den vergangenen Jahren seine verkaufte Auflage nahezu halbiert und stagniert nun laut IVW bei knapp unter 900.000 Exemplaren. Gegensteuern ist angezeigt, um weitere Auflagenverluste zu vermeiden.

 

 Weitere Pläne für „Bild der Frau“: Das Ratgeber-Ressort soll eng mit dem Service-Zentrum der Funke Women Group in München zusammen arbeiten, das deutlich ausgebaut werde. Die dortigen Fachjournalisten sind nach Verlagsangaben auf Ratgeberthemen wie Recht, Geld, Reise, Dekoration oder Wohnen spezialisiert. Ihr Wissen sollen sie sämtlichen Funke-Medien in Print wie Digital zukommen lassen. An der Isar werden auch weiterhin Titel wie "Die Aktuelle“, „Herzstück“, „Das Goldene Blatt“, „Frau im Spiegel“, „Neue Welt“, „Frau Aktuell“ und „Echo der Frau“ produziert. „Wir gewinnen neue Freiräume für Kreativität und Innovation und stärken damit unsere Nummer-eins-Position als journalistisches Qualitätsprodukt für Frauen“, kommentiert „Bild der Frau“-Chefredakteurin Sandra Immoor die Umbauten.

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