| | von Manuela Pauker

Klambts "Flair" gewährt erste Einblicke

Eigentlich hätte "Flair"-Chefredakteur Klaus Dahm am Montagabend bei der Pariser Fashion Week anwesend sein sollen. Doch die neue Yves Saint Laurent-Kollektion musste ohne ihn präsentiert werden – denn Dahm hatte einen wichtigeren Termin: Die "Flair"-Roadshow machte in München Station. Im Herzen von Schwabing, im Hotel La Maison, wurde potenziellen Kunden ein Blick auf die Nullnummer gewährt, die Dahm mit seinem Team im vergangenen Jahr produziert hat.

Schon auf den ersten Blick wird klar: Mit dem anderen neuen Mode-/Wohn-Magazin, Gruner + Jahrs "Couch", hat der Klambt-Titel "Flair", der am 15. August debütiert, so gut wie nichts gemeinsam. Während sich das G+J-Blatt im Pocketformat an die junge Zielgruppe wendet, ist "Flair" eher im High-End-Bereich angesiedelt: Mit extra-dickem Papier und einer opulenten Optik zielt das Blatt auf die "Vogue"-, "Madame"- und "Elle"-Leserin. Dass dieses Publikum die Mischung aus Wohnen und Mode goutiert, steht für Dahm außer Frage: "Frauen mit einer Leidenschaft für Louboutins statten ihre Wohnung nicht mit Polyesterdecken aus,“ so seine Erfahrung. Die Markttests, durchgeführt von Mafo-Institut Ipsos, hätten dieses Gefühl untermauert: Es habe vier Testrunden gegeben, nach zweien sei "eigentlich schon alles klar“ gewesen.

Das Konzept kommt also offenbar an. Das Heft sei wie "ein Herz mit zwei großen Herzkammern“, beschreibt Dahm die Grobaufteilung in Mode und Wohnen – daher auch die beiden Cover, mit denen jede Ausgabe erscheinen soll. Das obere Cover wird immer der Mode-Titel sein, dahinter wartet das Wohn-Motiv. Inhaltlich ist "Flair" in die Bereiche Mode, Beauty, Wohnen und Entertainment gegliedert. Auf Themen wie Psychologisches und Partnerschaft verzichtet die Mannschaft rund um Dahm komplett – derlei gebe es bereits reichlich in anderen Frauenzeitschriften.

Produziert werden soll teilweise zusammen mit den italienischen Lizenzgebern Mondadori, die "Flair" in Italien allerdings als reine Modezeitschrift herausbringen. Einige der Wohngeschichten sollen dennoch auch in der Italo-Ausgabe Platz finden, sofern es thematisch passt. So ist künftig in jeder Ausgabe eine große Geschichte über den Besuch in der Wohnung oder dem Haus eines Designers geplant. Als Ausstieg aus dem Heft soll die Seite „Rue de Flair“ fungieren: Hier finden die Leserinnen künftig Geheimtipps der Redaktion für die verschiedenen Metropolen der Welt.

Wie viel die künftigen Käuferinnen für das Magazin (Zielauflage: um die 100.000 Exemplare) am Kiosk ausgeben müssen, will man bei Klambt noch nicht verraten. Fest steht: "Girlie-kompatibel“ wird der Preis wohl nicht sein. Der Anzeigenpreis ist mit 19.500 Euro für die 1/1-Seite über Titeln wie "Grazia" oder "Couch" angesiedelt. Als Einführungsangebot lockt Vermarktungschef Martin Fischer mit einem Rabatt für die "doppelte Doppelseite“: wer vier aufeinanderfolgende Seiten bucht, erhält zwei davon gratis.

Klambts "Flair" gewährt erste Einblicke

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