| | von Petra Schwegler

Mediensplitter: Was sonst noch in der Branche passiert

Sky. Kassiert mit dem Bundesliga-Duell zwischen Dortmund und München sauber hinter der Bezahlschranke und stellt mit 2,04 Millionen Zuschauern für alle Fußball-Übertragungen am Mittwoch auf Sky einen Reichweitenrekord auf (zumindest seit Beginn der AGF-Messung im April 2011). 1,42 Millionen Zuschauer verfolgten am Mittwochabend im Pay-TV die Einzelpartie, die Tabellenführer Dortmund 1:0 für sich entschieden hat. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen bringt das dem Münchner Abo-TV-Anbieter 9,9 Prozent Marktanteil ein. In der Zielgruppe Männer 14-49 erzielt Sky einen Marktanteil von 14,8 Prozent – und feiert sich damit als Marktführer zwischen 20.00 und 21.50 Uhr im gesamten deutschen Fernsehmarkt. Sky hat derzeit 3,02 Millionen Abonnenten. Wie viele Menschen in den Sportbars am Abend die Bundesligaspiele sahen - unklar. Bundesweit bildeten sich um die Kneipen mit Sky-Empfang zum Teil Trauben von Menschen. Auch das private Bundesligaradio 90elf profitiert und meldet mit über einer Million Hörkontakten beim Spitzenspiel zwischen Dortmund und Bayern einen neuen Rekord.
Meistgesehene Sendung des Mittwochs im Free-TV ist die spätabendliche "Sportschau" in der ARD mit den Zusammenfassungen der Bundesliga-Partien ab 22.30 Uhr: 5,02 Millionen Zuschauer haben sich über das 4:1 der Nürnberger gegen Schalke informiert und die bittere Niederlage der Bayern gegen Jürgen Klopps Dortmunder Jungs. 17,5 Prozent Marktanteil bei den unter 50-Jährigen sind für das Das Erste ein starker Wert.  

Sat.1. Muss ein enttäuschendes Comeback für Linda de Mol einstecken. Ihre neue Show "The Winner is..." haben am Mittwochabend lediglich 1,64 Millionen Menschen eingeschaltet. Das entspricht einem Marktanteil von 5,1 Prozent. In der für den Münchner Privatsender werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer beträgt der Marktanteil auch nur 7,8 Prozent und liegt damit deutlich unter dem Senderschnitt von etwas mehr als zehn Prozent. Acht Ausgaben der neuen Show mit der 47-jährigen Holländerin, die früher bei RTL mit der "Traumhochzeit" große Erfolge feierte, hat Sat.1 geplant. Ihr nächster Auftritt ist an diesem Freitag um 20.15 Uhr - in unmittelbarer Konkurrenz zu Günther Jauchs RTL-Quiz "Wer wird Millionär?". 

ZDFneo. Gibt dem "Dittsche"-Sidekick Jon Flemming Olsen ein werktägliches "Kneipenquiz", das kommenden Montag, 16. April, um 19.00 Uhr startet. Damit komme der Trend aus Deutschlands Städtekneipen erstmals ins Fernsehen, teilt der digitale ZDF-Ableger mit. Konzept:  Im "Kneipenquiz" wird Rätseln, Knobeln und Kombinieren am Tresen zum Feierabend-Vergnügen. Zwei Rateteams treten gegeneinander an, um einen Kneipenabend mit ihren besten Freunden zu gewinnen.

Weltkunst. Bei der "Zeit"-Tochter heuert Lisa Zeitz ab sofort als Chefredakteurin der an. Die 42-Jährige gilt als ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet des internationalen Kunstmarkts; sie hat als langjährige Autorin der "FAZ" für das Feuilleton und die Kunstmarkt-Seiten geschrieben, zudem über das Kunstgeschehen in Deutschland für "Art in America" berichtet und war Kolumnistin bei "Cicero". Sie folgt auf Holger Christmann, seit 2009 Chefredakteur der "Weltkunst". Er will sich nach drei Jahren auf dieser Position mehr dem Schreiben widmen. Deshalb wechselt er in die Position des Editor-at-Large. Außerdem werde Christmann ein neues Verlagsprojekt betreuen, heißt es in einer Mitteilung des "Zeit"-Verlags.

dapd media holding. Die AG übernimmt jetzt von Buongiorno SAS zu 100 Prozent die französische Nachrichtenagentur Diora News und bleibt nach dem Einstieg bei AP France weiter auf internationalem Expansionskurs. Diora News wurde 1999 gegründet und ist eine Presse-Agentur für Internet-Service-Provider. Der Fokus der Agentur, die 16 Mitarbeiter beschäftigt, liegt auf der Echtzeit-Aktualisierung von Nachrichten, insbesondere für mobile Anwendungen und Apps. Diora News erwirtschaftet nach dapd-Angaben einen Umsatz im niedrigen einstelligen Millionenbereich.

VPRT. Ist empört über das ARD-Digitalradioprojekt zur EM und fordert ein "Spielverbot" für das gebührenfinanzierte ARD Sportradio zur UEFA Euro 2012. Der Vizepräsident Radio und Audiodienste des Privatfunkverbandes VPRT sowie Geschäftsführer von Radio Regenbogen, Klaus Schunk, setzt der Ankündigung des federführenden WDR zum "Testlauf" entgegen: "Es ist blanker Zynismus, wenn der WDR dieses Projekt öffentlich als 'Förderung des Digitalradios' deklariert, in internen Papieren aber laut Presseberichten davon spricht, man wolle einem erfolgreichen privaten Radiokanal 'etwas entgegensetzen'." Gemeint ist damit der Regiocast-Bundesligasender 90elf. Die Medienpolitik solle nun einschreiten. Der WDR weist die Kritik aber umgehend zurück. Die Medienwächter wollen dennoch, dass die ARD die Sache mal prüft.

ESPN. Der US-Sportsender kann dank eines Vertrages mit dem Kabelriesen Liberty Global seine Vebreitung in Europa ausbauen. So wird ESPN America HD künftig in den Niederlanden zu sehen sein. Allgemein haben sich die europäischen Kabeldienste von Liberty Global in Deutschland (Unitymedia und Kabel BW), in den Niederlanden (UPC), in Österreich (UPC) und in der Schweiz (upc cablecom) mit ESPN bezüglich der Übertragung von Sportkanälen geeinigt. ESPN America HD, ESPN America und ESPN Classic können mit zahlreichen Neuerungen und Neueinführungen künftig in hunderttausenden europäischen Haushalten empfangen werden, die ihr Fernsehprogramm über den Anbieter UPC beziehen. Hinzu kommen Video-on-Demand-Dienste.

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