| | von Petra Schwegler

Mediensplitter: Was sonst noch in der Medienbranche passiert ist

Tele 5. Ist neben der ARD der Gewinner im Grimme-Jahr 2012. Der kleine Tele-München-Sender räumt bei der diesjährigen Vergabe der Grimme-Preise ab – mit der Reihe "Walulis sieht fern". Die ARD und ihre Sender kommen mit sieben ihrer Produktionen zum Zuge bei den begehrten Auszeichnungen. Vier gehen an ZDF-Produktionen. Seinen zehnten Grimme-Preis heimst Regisseur Dominik Graf für die Krimi-Trilogie "Dreileben" ein. Rosa von Praunheim erhält den Grimme-Preis für den Dokumentarfilm "Die Jungs vom Bahnhof Zoo". Interessant: Der NDR siegt mit der Comedy-Reihe "Tatortreiniger", wird aber von Jury-Mitglied und "SZ"-Autor Hans Hoff zugleich dafür gescholten, dass er seine TV-Perle "schlecht und lieblos" im Programm platziert habe. "So darf man mit gutem Fernsehen, das man selbst in Auftrag gegeben hat, nicht umgehen", sagt der Fernsehkritiker. Die Gala mit der Übergabe der Grimme-Preise findet am 23. März im Stadttheater von Marl statt.

Biathlon-WM. Die Übertragungen aus Ruhpolding haben ARD und ZDF gute Einschaltquoten eingebracht. Im Schnitt sahen 4,63 Millionen Gesamtzuschauer die Live-Berichterstattung im Ersten, was einem Marktanteil von 31,5 Prozent entspricht. Das ZDF rangiert mit durchschnittlich 4,59 Millionen Fans und einem Gesamtmarktanteil von 31,4 Prozent nur minimal dahinter.

Helmut Markwort. Wird am 30. März mit dem Radio Regenbogen Award 2012 für sein Lebenswerk als Medienmann ausgezeichnet. Der "Focus"-Gründer und langjährige Chefredakteur des Burda-Nachrichtenmagazins, der ein Faible für das Medium Hörfunk hat und seit Jahren im BR eine Talkrunde moderiert, sei "aus der deutschen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken", heißt es zur Begründung. Den Radio Regenbogen Award nehmen neben Markwort auch Peter Maffay, Judith Rakers, Andreas Bourani und Frida Gold bei einer großen Gala in der Karlsruher Schwarzwaldhalle entgegen. Der Ehrenaward geht an den japanischen Radiosender Miyako Saigai FM.

RTL II. Meldet immer mehr Facebook-Fans für die Vorabendreihe "Berlin – Tag & Nacht"; jetzt hat die Seite des im September gestarteten 19-Uhr-Formats bereits 1,5 Millionen Anhänger – mehr als jedes andere deutsche TV-Format, freut sich der Sender aus München. Der Social-Media-Effekt ist im TV spürbar: Die Reihe kommt auf bis zu 10,6 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe. Zum Vergleich: Der Senderschnitt liegt bei rund sechs Prozent Marktanteil. Grund für den Erfolg sei das neuartige Konzept der Seite, so RTL II. Das Facebookprofil sei Teil der Geschichte und in die Handlung eingebunden.

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