| | von Petra Schwegler

Nielsen-Zahlen: Nur TV, Radio, Web verhindern Minus im Bruttowerbemarkt

Nielsen Media Research belegt einen flauen Start ins neue Werbejahr: Gerade einmal ein Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zumVorjahresmonat kommt bei den Bruttowerbeerlösen zusammen. Die Nielsen-Werbestatistik belegt in den klassischen Medien bisher einen Bruttowerbedruck in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. „Die rückläufigen Bruttowerbeumsätze in einigen Medienklassen konnten dabei von Zuwächsen insbesondere in den elektronischen Medien Fernsehen, Radio und Internet kompensiert werden“, teilt das Team um Nielsen-Chef Ludger Wibbelt mit.

So richtig vergleichen lassen sich einige Mediengattungen aufgrund von Veränderungen in der Werbestatistik nicht – das gilt für die Gattungen Out Of Home sowie im Bereich Online. Bei der Außenwerbung wird nun auch beispielsweise Werbung auf Transportmedien mitgezählt; bei Online wird der Online-Display-Werbemarkt neu bewertet – auch hier ist kein echter Vergleich zum Vorjahr mehr möglich.

Die Gattungen im Einzelnen: Die Printmedien starten durch die Bank mit einem - teils kräftigen - Minus ins neue Werbejahr. Den Tageszeitungen attestiert Nielsen einen Rückgang um 7,4 Prozent auf knapp 380 Millionen Euro. Danach folgen die Fachzeitschriften mit einem Einbruch in Höhe von 7,1 Prozent gegenüber dem Jahresauftakt 2011. Die Gattung hat bisher rund 34,3 Millionen Euro umgesetzt. Die Publikumszeitschriften brechen im Vergleich zum Vorjahresjanuar um 3,0 Prozent ein; sie haben bisher brutto rund 294 Millionen Euro an Werbung umgesetzt.

Das stärkste Plus – wenn auch laut Nielsen Media Research nur schwer vergleichbar – fährt Online ein. 6,5 Prozent mehr Bruttowerbung als Anfang 2011 stehen in den Büchern. Macht bisher knapp 173 Millionen Euro an Erlösen. TV – des Werbers Liebling – wird seinem Ruf gerecht: Nielsen belegt hier einen Zuwachs um 5,1 Prozent auf knapp 660 Millionen Euro brutto. Damit bleibt die Gattung Fernsehen ganz klar Umsatzbringer Nummer eins. Auch Radio startet gut ein. Nielsen macht für den Hörfunk bis Ende Januar ein klares Plus von 4,7 Prozent auf bisher 104 Millionen Euro Bruttoumsatz aus.

Den guten Lauf, den das Medium Kino im Jahr 2011 genommen hat, beendet der Januar jäh. Seit 2010 können die Werbekunden im Medium Kino auf Performance-basierte Abrechnung setzen und kaufen nur noch Kontakte ein. Die Werbekunden bezahlen die Besucher, die in den gebuchten Filmen oder Kinostandorten über die Kinokasse erfasst worden sind. Was im vergangenen starken Kinojahr von Vorteil gewesen ist, wird mit weniger Besuchern im Januar zum Nachteil – und schlägt sich in einem Bruttominus in Höhe von 8,8 Prozent nieder. Bisher sind nicht einmal sieben Millionen Euro brutto mit Kinowerbung umgesetzt worden.

Innerhalb der einzelnen Gattungen schlagen sich verschiedene Medienhäuser ganz unterschiedlich. Mehr dazu in der Umfrage von W&V Online zum Werbejahr 2012 bei Medien und Planern.

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