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Niiu-Gründer: Hendrik Tiedemann (l.) und Wanja Sören Oberhof.
Niiu-Gründer: Hendrik Tiedemann (l.) und Wanja Sören Oberhof. © Foto:

| | von Judith Pfannenmüller

Personalisierte Tageszeitung "Niiu" startet am 16.November

Für die individualisierte Zeitung „Niiu“ fiel heute in Berlin der Startschuss. Auf dem Internetportal niiu.de können sich Interessenten aus derzeit 17 überregionalen, regionalen und internationalen Zeitungen sowie hunderten von Internetinhalten eine 24seitige individuelle Zeitung zusammenstellen. Vom 16.November an wird die Zeitung täglich gedruckt und Montag bis Freitag vom Berliner Zeitungsvertrieb zugestellt.

Als Inhaltepartner haben die Jungunternehmer Hendrik Tiedemann, 27, und Wanja Sören Oberhof, 23, derzeit "Bild", "B.Z". und "Hamburger Abendblatt", "Frankfurter Rundschau" , "Mitteldeutsche Zeitung", "Abendzeitung", "Neues Deutschland", "Tagesspiegel", "New York Times", "International Herald Tribune", "Komsomolskaya Prawda" und andere geworben, Blogs wie basicthinking.com oder Inhalteseiten wie kicker.de. Nutzungsverträge mit weiteren Zeitungen sollen in den nächsten Wochen dazukommen.

Die Schnupperausgabe ist frei, danach zahlen Schüler und Studenten 1,20 Euro pro Ausgabe, andere Abonennten 1,80. Über Prepaid-Guthaben läst sich "Niiu" für 25, 75 oder 150 Tage abonnieren. Für längerfristige Abos gibt es aber keinen Vorzugspreis. 5.000 Leser wollen Tiedemann und Oberhof in den kommenden sechs Monaten akquirieren, dann sei das Projekt operativ profitabel und könne auf weitere deutsche Großstädte übertragen werden - über Online-Kampagnen auf Social Networks, Twitter und Promotion-Aktionen an Universitäten.

Anzeigenkunden sollen per Targeting Abonnenten über Merkmale wie Geschlecht, Wohngebiet oder Universität auswählen können. Um das Anzeigenmarketing kümmert sich der ehemalige Springer-Mann Thomas Stannebein, 38. Mehr zum Thema lesen Sie in der kommenden W&V-Ausgabe.

Personalisierte Tageszeitung "Niiu" startet am 16.November

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Personalisierte Tageszeitung "Niiu" auf Eis gelegt

von Petra Schwegler

"Niiu", die persönlich zusammen gestellte Tageszeitung aus dem Internet, ist vorerst gescheitert. Lesern und Abonnenten wird jetzt vom Berliner Dienstleister InterTi GmbH mitgeteilt: "Nach über einem Jahr haben wir uns entschlossen die Produktion von n"Niiu" vorerst einzustellen. Spätestens zum Sommer wird "Niiu" in neuer Form verfügbar sein." Am Geschäftsmodell soll nun gefeilt und versucht werden, 'Niiu'noch attraktiver" zu machen. Ein "finanzkräftiger" Partner wird gesucht.

InterTi GmbH will den Vertrieb ajuslagern und "mit Partnern umsetzen" - auch Logistik und Druck soll an "starke Partner übergeben" werden. Man fokussiere sich auf die Weiterentwicklung des Produktes und den Ausbau des Partnernetzwerkes. Eine neue Klientel ist im Visier: der Firmenkundenmarkt mit Hotels oder Unternehmen. "In diesem Segment sehen wir für die gedruckte Zeitung nach wie vor große Chancen", heißt es. Auch Applikationen für mobile Endgeräte stehen aus der Liste. "Dabei wird Niiu immer ein Modell im Auge haben, was im Gegensatz zu aktuellen APP’s wie Flipboard und Co. die Vergütung der Inhaltslieferanten genauso berücksichtigt wie eine attraktive Darstellung pluralistischer Inhalte in einem Medium", so InterTi.

Für die individualisierte Zeitung "Niiu“ ist im Novmer 2009 der Startschuss in Berlin gefallen - als Vorhaben, im schwächelnden Printmarkt einen neuen Hoffnungsträger zu platzieren. Seither haben sich Interessenten auf dem Internetportal niiu.de aus überregionalen, regionalen und internationalen Zeitungen sowie hunderten von Internetinhalten eine 24seitige individuelle Zeitung zusammenstellen können. Die Zeitung ist dann täglich gedruckt und von Montag bis Freitag vom Berliner Zeitungsvertrieb zugestellt worden.

Hinter "Niiu" stehen die Jungunternehmer Hendrik Tiedemann und Wanja Sören Oberhof. Sie haben Printpartner wie "Bild", "B.Z", "Frankfurter Rundschau" , "Mitteldeutsche Zeitung", "Abendzeitung", "New York Times" oder auch "Komsomolskaya Prawda" zusammen. Für 1,80 Euro pro Ausgabe sind individuelle Zeitungen erstellt worden. Anzeigenkunden sollten per Targeting Abonnenten über Merkmale wie Geschlecht, Wohngebiet oder Universität auswählen können. Um das Anzeigenmarketing hat sich der ehemalige Springer-Mann Thomas Stannebein gekümmert. Wie jetzt gemeldet, haben Tiedemann und Oberhof täglich 3500, aber nicht die avisierten 5000 Abonnenten erreicht.

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Personalisierte Tageszeitung Niiu kehrt als iPad-App zurück

von Judith Pfannenmüller

Sportteil aus der "Bild", Feuilleton von der "Neuen Züricher Zeitung" und Lokalnachrichten vom "Tagesspiegel", dazu ein Schuss Kommentar aus "The European"  sowie die persönlichen Nachrichten der Facebook-Freunde: Mit der Idee einer online individuell zusammengestellten, aber gedruckten Tageszeitung waren die damaligen Studenten Wanja Sören Oberhof und Hendrik Tiedemann im November 2009 in Berlin mit Niiu an den Markt gegangen. Doch die Printversion war im Januar des vergangenen Jahres gescheitert. "Wir hatten zuviele Mängel im Workflow und im Vertrieb,“ sagt Oberhof rückblickend.

Doch die Resonanz bei Werbekunden und Lesern habe "gezeigt, dass die Richtung stimmt,“ sagt der Jungunternehmer. Und so lassen die Niiu-Gründer noch diesen Herbst, jedenfalls rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft,  ihre innovative Idee wieder auferstehen – in lesefreundlicherem Gesamtdesign und in digitalisierter Form als iPad-App.

Konzept: Aus den Inhalten von 25 Titeln sollen die User ihre subjektiven Informationsbedürfnisse befriedigen können – in einheitlichem Layout in vom Leser gewählter Schrift, doch unter dem Logo der jeweiligen Tageszeitung.  Mit dabei sind bisher "Tagesspiegel", "NZZ" und "The European" sowie Axel Springer (mit welchen Titeln wird noch verhandelt). Die Gespräche mit weiteren überregionalen Zeitungen, Onlineportalen und  großen regionalen Zeitungsgruppen sind weit fortgeschritten.  Zunächst soll der Leser nach Ressort und Quelle filtern können. Doch die Niiu-Macher arbeiten bereits an verfeinerten Filtern wie "alles über Bayern München“. Eine Windows-App soll ebenfalls später folgen.

Mit den Abomarketing-Dienstleistern Presse Union und Intan Group sowie dem Ex-Manager der Arvato-Tochter AZ Direct, Tobias Eismann, als Business Angel, haben sich die Gründer finanzkräftige Gesellschafter mit Vertriebs-Knowhow ins Boot geholt. Mit beteiligt sind auch die Gründer der App-Agentur Sander und Spak (Janosch Sander, Marek L. Spak), die von der im August gegründeten Niiu Publishing GmbH übernommen wurde. Sander und Spak fungieren als Chief Technical Officers. Oberhof und Tiedemann behalten mit knapp über 50 Prozent weiter die Mehrheit an ihrer Firma.

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Die Niiu-App soll zu einem monatlichen Abopreis zwischen 9,90 und 12,90 Euro vertrieben werden, die endgültigen Preise stehen noch nicht fest. Auch ein Paket aus Niiu-Inhalten und I-Pad wird geschnürt. Es soll unter 30 Euro monatlich kosten, an der endgültigen Preisgestaltung wird noch gefeilt. Die Niiu-App wird vorrangig online vertrieben. Darüberhinaus verhandeln die Gründer aber auch über Vertriebs-Aktionen am physischen  PoS  - die Läden eines großen Mobilfunkanbieters oder eines Computerhandels sind hier im Gespräch.

20.000 Abonnenten wollen die Gründer im ersten Anlauf gewinnen. Ein langer Atem ist durch die neuen Gesellschafter garantiert: "Wir müssen das diesmal nicht in sechs Monaten schaffen, sondern können uns mehr Zeit lassen,“ sagt Oberhof.

Ähnlich wie in der gedruckten Niiu können Werbekunden auch auf der Niiu-App individualisierte, auf die Interessen der Leser zugeschnittene und lokal ausgesteuerte Werbung schalten. Die Verlagspartner werden je nach Nutzung ihrer Texte an den Abo-Einnahmen und an den Werbeumsätzen mit einem variablen Prozentsatz beteiligt.

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Frisches Geld für personalisierte Tageszeitung Niiu

von Franziska Mozart

Die personalisierte Nachrichten-App Niiu erhält frisches Geld in einer weiteren Finanzierungsrunde. Eine sechsstellige Summe kommt von den Investoren Presse-Union, Inconcepta, Intan Group und Corporate Counsellors.

Anfang des Jahres launchte das Berliner Start-up seine iPad-App, die personalisierte Inhalte von verschiedenen Medien zusammenstellt. Die Leser können nach ihren Interessen aus über 20 Medienanbietern ihre persönliche iPad-Zeitung zusammenstellen. "Bild", "NZZ", "Tagesspiegel", "Grazia" oder "Computer Woche" gehören zur Auswahl. Laut Wanja S. Oberhof, einem der Geschäftsführer und Gründer, sei die Zahl der Nutzer seitdem kontinuierlich gewachsen. Die App selbst wurde bereits überarbeitet und verbessert. Die neue Version soll in den kommenden Tagen in den App-Store kommen.

Im November 2009 begann Niiu einem ersten Anlauf als personalisierte, gedruckte Zeitung. Doch damit scheiterten die Gründer. Nachdem das Start-up dieses Projekt Anfang 2011 einstellen musste, entwickelte Niiu die iPad-App und gewann finanzkräftige Gesellschafter. Die Resonanz bei Werbekunden und Lesern habe "gezeigt, dass die Richtung stimmt,“ sagte Oberhof damals.

Inzwischen gibt es die persönliche digitale Newsflat ab zehn Euro pro Monat, mit iPad kostet das Abo ab 19,58 Euro monatlich.

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