| | von Lisa Priller-Gebhardt

Rumpelei in der Reality bei ProSiebenSat.1

Der Vorstandsvorsitzende von ProSiebenSat.1, Thomas Ebeling, jagt der Konkurrenz RTL ebenso gerne die Top-Leute ab wie der FC Bayern anderen Vereinen die Meisterspieler. Neuzugänge aus den letzten zwölf Monaten sind Programmplaner Klaus Henning, Doku-Soap-Visionär und Senior Vice President ProSiebenSat.1 Sascha Naujoks und aktuell der Ex-Programmchef von RTL II, Holger Andersen.

Doch nun scheint sich herauszustellen, dass ein Spieler, der andernorts Wunder vollbracht hat, im neuen Verein durchaus mit Problemen zu kämpfen hat. So ein Fall scheint Sascha Naujoks zu sein: Seit vergangener Woche gehen er  und sein Kollege, Vice President Reality für Kabel eins, ProSieben und Sixx, Marc Rasmus getrennte Wege. Allerdings: Im Haus schätzt man Rasmus. Er wird künftig, so bestätigt das Unternehmen, neben Katja Hofem als Vice President New Channel Development neue Senderprojekte der Gruppe anschieben. Allen voran das Entwicklungsprojekt Sat.1 Gold. Ein Sender für weibliche Best Ager.

Naujoks selbst hat jetzt einen externen Berater an seiner Seite: Den ehemaligen Geschäftsführer der Produktionsfirma Straßenfeger TV, Stefan Jedele. Er kommt aus dem RTL-Kosmos und hat früher als Produzent für Straßenfeger TV mehrere Formate für die Kölner entwickelt. Wie ProSiebenSat.1 bestätigt soll er Naujoks nach Rasmus Abgang beim Umbau beraten. Es geht aber offenbar auch um die Einhaltung der Arbeitszeiten und die bessere Koordinierung der betrieblichen Abläufe.

Mit Spannung ist auch abzuwarten, wie sich die Personalie Holger Andersen auswirken wird. Er wurde eingekauft, um die TV-Trends zu erspähen. Andersens Stärke liegt im Factual Entertainment. Ein Gebiet, für das Naujoks operativ verantwortlich ist. Er hat RTL Erfolgs-Formate wie „Bauer sucht Frau“ verantwortet. Sein erster Wurf für Sat.1, "Schwer verliebt", geriet allerdings massiv in die Kritik. Kurt Beck, Ministerpräsident und Vorsitzender der Rundfunkländerkommission, forderte eine Untersuchung von Kuppelshows. Ebenfalls in der Kritik: "Auf Brautschau im Ausland". Hier forderte  „Terre des Femmes“ die Absetzung. Die Begründung: "zu frauenfeindlich".

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