Bei US-Filmen wie "James Bond" gehört Product Placement schon lange dazu - klar gekennzeichnet oder auch nicht.
Bei US-Filmen wie "James Bond" gehört Product Placement schon lange dazu - klar gekennzeichnet oder auch nicht. © Foto:MGM

| | von Petra Schwegler

Schleichwerbung - auch wenn kein Honorar fließt

Schleichwerbung im Fernsehen kann auch dann vor liegen, wenn dafür gar kein Geld geflossen ist. Das stellt der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg klar. Es bezieht sich auf einen Streit in Griechenland. Zur Begründung verweist der EuGH auf den Verbraucherschutz.

Hintergrund: Ein Athener Sender hat über eine kosmetische Zahnbehandlung berichtet. Griechische Behörden werteten den Charakter des Beitrags als unzulässige Schleichwerbung und verhängten eine Geldbuße von 25.000 Euro. Dagegen wehrt sich der Sender mit dem Argument, er habe kein Honorar für den Beitrag erhalten. Nach dem EuGH-Spruch muss er wohl blechen.

Das Urteil wirkt sich sicher auch auf das deutsche Sendergebahren aus. Seit April 2010 ist Product Placement bei Einhalten bestimmter Standards per Staatsvertrag zwar erlaubt. Mit dem neuen Richterspruch dürfte das Kennzeichnen von echten Placements und so genannten Produktbeistellungen – beispielsweise BMW-Fahrzeuge im ARD-"Tatort" – noch genauer ausfallen.

Schleichwerbung - auch wenn kein Honorar fließt

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