| | von Petra Schwegler

So umgarnt Ehepa mit dem "Yps"-Revival die früheren Leser

"Yps" kommt pünktlich zum 37. Geburtstag zurück – und spricht die Fans von früher an. Wenn der der Egmont Ehapa Verlag am 11. Oktober das Heft als Testballon mit dem Gimmick wiederbelebt, dann richtet es sich als "Lifestylemagazin" an die Kinder von früher, die heute 30- bis 45-Jährigen.

 

Damit das Konzept aufgeht, hat Ehapa einen Lifestyle-Experten eingespannt, der selbst zur Zielgruppe gehört: Redaktionell verantwortet wird das neue "Yps" von Christian Kallenberg, von 2005 bis 2010 Chefredakteur des Männermagazins "FHM" und seitdem unter anderem für Egmont Ehapa beratend tätig. Kallenberg sagt: "Ich freue mich unfassbar, mit so einer tollen Marke wie ‚Yps‘ arbeiten zu dürfen, denn ‚Yps‘ hat auch meine Kindheit geprägt." Das neue Heftkonzept biete so viele Möglichkeiten, "die Themen, die uns damals bewegt haben, aus einer neuen, spannenden Perspektive zu beleuchten". Im Mittelpunkt des Neuanfangs steht ihm zufolge der Versuch, "den Geist von ‚Yps‘, dieses positive Alles-mal-auszuprobieren, in das neue 'Yps' zu übertragen".

Ehapa weiß durchaus, wer sich heutzutage für "Yps" interessiert und den Kult aus den 70er und 80er Jahren hochhält. Möglich macht es das Social Web. Ingo Höhn, Geschäftsleiter Egmont MediaSolutions: "Die meisten der über 34.000 Fans von ‚Yps‘ auf Facebook sind Männer zwischen 25 und 44 Jahren." Das Blatt sei "eine positiv besetzte Marke in den Köpfen dieser Zielgruppe".

 

Konzept des Revivals: Das neue "Yps" soll Kindheitserinnerungen wecken - ohne kindlich zu wirken. Das Blatt soll die Themen von damals inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser übersetzen. Themenbeispiele, die Ehapa bringt, sind: "Mit 35 Jahren noch Geheimagent werden – wie geht das eigentlich? Gimmicks und Gadgets für Agenten, Forscher und andere Erwachsene. Zauberei – zehn einfache Tricks für die nächste Party!"Themen aus den Bereichen Mode, Automobil und Technik sollen das Portfolio abrunden – "alle mit einem Bezug zu Karos, Kängurus oder Kohl". Als weiteres Highlight des Hefts verspricht der Verlag "die besten Comics von damals und heute".

Das Magazin startet mit einer Druckauflage von 120.000 Exemplaren und einem Copypreis von 5,90 Euro. Bei einem Erfolg des ersten Heftes soll "Yps" 2013 regelmäßig erscheinen. Der Anzeigenpreis für eine 1/1-Seite liegt bei 11.900 Euro. Die Vermarktung übernimmt Egmont MediaSolutions.

Das "Ur-Yps" wurde im Jahr 2000 eingestellt. Ein erster Neuversuch rund fünf Jahre später – Ehapa sicherte sich 1999 die Lizenz von Gruner + Jahr und scheiterte erst einmal daran, das wöchentliche Heft fortzuführen - ist nach einer erfolglosen Testphase mit drei Heften ebenfalls zu den Akten gelegt worden. Damals sollte die gleiche Zielgruppe der Kids angesprochen werden – allerdings mit einem monatlichen Gimmick-Träger.

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