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Kunst in Pixeln und mit sechs Farben: Ab 16. August können Zuschauer einen Monat lang per Fernbedienung Kunst im ARD Text aufrufen.
Kunst in Pixeln und mit sechs Farben: Ab 16. August können Zuschauer einen Monat lang per Fernbedienung Kunst im ARD Text aufrufen. © Foto:ARD Text

| | von Petra Schwegler

TV-Tipp: Kunst im Teletext

Teletextkunst? Floriert. Den Kreationen in der Austastlücke trägt das Internationale Teletextkunstfestival im ARD Text Rechnung. Das Erste wirbt jetzt mit dem Claim "Ausstellungsbesuch per Fernbedienung" für das Spektakel, das vom 16. August bis zum 16. September im Hintergrund des ARD-TV-Bildes stattfinden wird. Gezeigt werden ab Seite 770 Kunstwerke, die extra für den Teletext erstellt worden sind. Die Künstler müssen sich dabei an die engen technischen Vorgaben des World Standard Teletext halten. Nur sechs Farben plus Weiß und Schwarz sind möglich. Die Grafik basiert auf Pixeln, das Bildformat ist festgelegt.

"Der Teletext nutzt die so genannte Austastlücke im Sendesignal, um Informationen zu übermitteln. Gerade in dieser Beschränkung liegt jedoch der Reiz der Arbeiten. In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung und hyperrealistischer Welten in Computerspielen und Animationsfilmen, fasziniert offensichtlich der Minimalismus des Teletextes", erklärt das Team des ARD-Teletextes. Für das Internationale Teletextkunstfestival (ITAF) haben 17 Künstler aus verschiedenen Ländern Bilder, Grafiken und Text-Bild-Collagen entwickelt und mit einem Videotext-Editor realisiert. Die Ausstellung ist ein Projekt der finnischen FixC Cooperative, kuratiert von Juha van Ingen. Zuvor ist die Ausstellung in Teilen bereits im finnischen Fernsehen gezeigt worden.

Das Medium an sich ist gefragt: Rund 16 Millionen Zuschauer nutzen in Deutschland täglich den Teletext, um Nachrichten, Sport- und Programminformationen abzurufen. Der ARD Text bringt es dabei auf einen Marktanteil von 19,3 Prozent ist damit Marktführer in der Austastlücke. Während hierzulande das TV-Begleitmedium floriert, haben es die Briten abgeschaltet - zu teuer vor dem Hintergrund dort stärker genutzter Alternativen wie Internet.

TV-Tipp: Kunst im Teletext

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So sieht preiswürdige Kunst im Teletext aus

von Petra Schwegler

Fahndungsfotos der US-amerikanischen Künstlerin Lindsay Lohan, die für den Teletext aufbereitet und verfremdet wurden, haben das Rennen um den Teletext Art Prize 2013 gemacht: Die Werke der Berliner Künstlerin Kathrin Günter aus der Serie "Lindsay Lohan's Mug Shot Cabinet" sind jetzt mit dem Preis ausgezeichnet worden. Zu sehen sind Kathrin Günters Werke für die Austastlücke noch bis 15. September im ARD Text ab Seite 871 und auf der begleitenden Homepage. Bisher haben nach Senderangaben mehr als 900.000 Zuschauer die Ausstellung im ARD Text besucht (ab Seite 850).

LIA ist mit Grafiken in der Austastlücke vertreten (Teletextart.com).

LIA ist mit Grafiken in der Austastlücke vertreten (Teletextart.com).

Das Erste begleitet zum zweiten Mal das Internationale Teletext-Kunstfestival und zeigt noch bis Sonntag die Arbeiten von 16 Künstlerinnen und Künstlern im Teletext. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von Wort-Text-Collagen bis hin zu Pixel-Comics. Ausgestrahlt werden die Werke sowohl im ARD Text, als auch im ORF und im Schweizer Teletext. Organisiert wurde das Festival von der finnischen Künstlerkooperative FixC aus Helsinki. Die Künstler mussten sich dabei an die engen technischen Vorgaben des World Standard Teletext halten. Nur sechs Farben plus Weiß und Schwarz sind möglich. Die Grafik basiert auf Pixeln, das Bildformat ist festgelegt, die Bilder können auch bewegt sein.

Neben Kathrin Günter hat die Jury auch die Arbeiten von Raquel Meyers, Daniel Egg und Dragan Espenschied mit einer "lobenden Anerkennung" bedacht, wie es aus dem Team um ARD-Text-Leiterin Frauke Langguth heißt. Regen Zuspruch erhielt demnach die Teletext-Kunstaktion auch beim Publikum, das aufgerufen war, sein Lieblingskunstwerk zu wählen. Die Publikumslieblinge sind: die Serie "Black and White" von LIA (Österreich), "Lucky Cat" von Dragan Espenschied (Deutschland) und die Serie "Connecting People" von John Lawrence (Großbritannien).

Die Werke der Berliner Künstlerin Kathrin Günter aus der Serie "Lindsay Lohan's Mug Shot Cabinet" sind mit dem Teletext Art Prize 2013 ausgezeichnet worden (Teletextart.com).

Die Werke der Berliner Künstlerin Kathrin Günter aus der Serie "Lindsay Lohan's Mug Shot Cabinet" sind mit dem Teletext Art Prize 2013 ausgezeichnet worden (Teletextart.com).

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ARD feiert 33 Jahre Teletext mit Pixel-Generator

von Petra Schwegler

Im Videotext des Ersten wird derzeit wie wild gepixelt. Grund: Die ARD feiert 33 Jahre Teletext. "24 Zeilen mit je 40 Anschlägen bringen seither das Wichtigste des Zeitgeschehens auf den Punkt", formuliert es das Erste selbst. Zum Jubiläum hat das öffentlich-rechtliche Team einen Teletextgenerator für Jedermann entwickelt. Wer möchte, kann auf der entsprechenden Seite sein eigenes Foto in eine Teletextgrafik verwandeln. Dazu gibt es auch einen Spot zu 33 Jahre ARD Text – klar, in Pixeln und in den wenigen Grundfarben, die die Infos in der Austastlücke des TV-Signals ausmachen. Die Agentur dahinter: Thjnk. Die öffentlich-rechtlichen Partnersender pixeln jetzt mit - wie etwa Arte.

Die ARD geht übrigens seit einigen Jahren recht kreativ mit dem Medium um: Der ARD Text war im vergangenen Sommer zum zweiten Mal Partner beim internationalen Teletext-Kunstfestival, das nach Sendernangaben über 800.000 Menschen anzog. "Für 2014 ist aufgrund des großen Erfolgs eine Fortsetzung geplant", so die ARD. Gezeigt werden dort wieder Kunstwerke, die extra für den Teletext erstellt werden. Die Künstler müssen sich dabei an die engen technischen Vorgaben des World Standard Teletext halten. Nur sechs Farben plus Weiß und Schwarz sind möglich. Die Grafik basiert auf Pixeln, das Bildformat ist festgelegt.

Das Medium an sich ist immer noch gefragt: Mehr als zwölf Millionen Nutzer täglich zählt der Teletext, die dort Nachrichten, Sport- und Programminformationen abrufen. Der ARD Text bringt es dabei 2013 auf einen Marktanteil von 18,1 Prozent ist damit seit vielen Jahren Marktführer in der Austastlücke. Während hierzulande das TV-Begleitmedium floriert, haben es die Briten abgeschaltet - zu teuer vor dem Hintergrund dort stärker genutzter Alternativen wie Internet.

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