Retourkutsche :
Verabredungen missachtet? Katja Riemann keilt nach missglücktem NDR-Talk zurück
Katja Riemann teilt nach tagelangen heftigen Diskussionen über ihr verunglücktes NDR-Interview mit Hinnerk Baumgarten via Web aus...
Nach dem viel diskutierten TV-Interview in der NDR-Sendung "Das!" hat Schauspielerin Katja Riemann Unverständnis über den Wirbel geäußert. "Am Donnerstag vergangener Woche hat sich offensichtlich ein Phänomen ereignet. Ich versuche bislang es zu begreifen... vergebens", schreibt die 49-Jährige auf ihrer Homepage. Sie gibt aber immerhin zu: "Ich habe wahrhaft bessere Interviews gegeben!" Und dann greift sie den NDR und den Moderator Hinnerk Baumgartenan, der im Social Web für seine Performance ebenfalls Kritik hinnehmen muss. Riemann nennt es nun "eine traurige Sache, wenn Verabredungen während einer Sendung nicht eingehalten werden" - doch davon müsse man wohl ausgehen, wenn man sich öffentlich bewege. Die Mimin wird deutlich: "Es ist irre lustig, wenn ein Moderator zwischen den Gesprächen sich in der Kamera spiegelt und laut äußert, wie geil er aussieht..."
Das lässt zumindest der "Das!"-Verantwortliche Thomas Kühn, beim NDR Abteilungsleiter Vorabendmagazine, nicht auf sich sitzen. Er sagt am Mittwochabend der Nachrichtenagentur "dpa": "Wir können den Vorwurf, es seien Verabredungen während der Sendung nicht eingehalten worden, überhaupt nicht verstehen." Grundsätzlich führe eine Mitarbeiterin ein Vorgespräch mit dem Gast, in dem auch die Sendung erklärt werde. Dies sei bei Frau Riemann auch noch einmal direkt vor der Sendung geschehen. Kühn: "Es gab auch keinerlei Vorgaben von ihrer Seite, an die wir uns nicht gehalten haben könnten."
Zur Erinnerung: Das Gespräch vom vergangenen Donnerstag im Abendmagazin "Das!", in dem die Chemie zwischen Riemann und Moderator Hinnerk Baumgarten sehr offensichtlich nicht stimmte, war in wenigen Tagen zum Internet-Hit geworden. Allein ein Zusammenschnitt bei YouTube verzeichnete bis Mittwochabend fast eine Million Klicks. Im Internet wurden das Interview und sein zäher Verlauf tausendfach kommentiert - vielfach hämisch und teilweise auch beleidigend. Riemann schreibt nun, ihre Facebook-Seite und ihre Homepage – sie hat sie Anfang der Woche gesperrt - seien "unter dem virtuellen Wirbelsturm" zusammengebrochen. Sie stellt einige rhetorische Fragen: "Gibt es Verhaltenskodexe in öffentlichen Formaten, die mit der Abwesenheit von Wahrhaftigkeit zu tun haben?" Riemann räumt ein: "Ja, es ist die Wahrheit, dass ich meinen Beruf liebe und gern über meine Arbeit spreche; wahr ist auch, dass das Reden über meine Person, oder Personen in meinem nahesten Kreis, mir schwer fällt." Katja Riemann dankt auf ihrer Homepage Familie, Freunden und Kollegen, die ihr "in der Dunkelheit ein Licht" angemacht hätten, außerdem auch "jenen Journalisten, die so kluge, sachliche Artikel verfassten".
ps/dpa