"Ich bin der richtige Mann für das Format", ist Fanta-Vier-Rapper Thomas D überzeugt, nachdem 30 von insgesamt 48 Folgen seiner ARD-Reihe "Wissen vor acht - Natur" im Kasten sind.
"Ich bin der richtige Mann für das Format", ist Fanta-Vier-Rapper Thomas D überzeugt, nachdem 30 von insgesamt 48 Folgen seiner ARD-Reihe "Wissen vor acht - Natur" im Kasten sind. © Foto:Alexander Gnädinger

"Wissen vor acht - Natur" | | von Petra Schwegler

Was Rapper Thomas D in der ARD als Vorgruppe der "Tagesschau" so vorhat

Thomas D, bekannt als Mitglied der "Fantastischen Vier", präsentiert ab Anfang Juli die neue Rubrik "Wissen vor acht - Natur" in der ARD. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Umwelt, Pflanzen und Tiere. Die Reihe befasst sich vor allem mit der Frage, wie wir unseren Lebensraum schützen können. Die insgesamt 48 Folgen werden wöchentlich im Ersten ausgestrahlt – zur besten Sendezeit kurz vor der "Tagesschau" um 20 Uhr. Thomas D zur Seite stehen die Produktionsfirma (First Entertainment GmbH im Auftrag der WDR Mediagroup für Das Erste), Thomas Schwendemann (Regie), Florian Bähr (Produzent), Dominik Schulte (Producer bei First Entertainment), Volker Rubin (Texte) sowie Pamela Wershofen und Nils Wohlfarth (Redaktion bei der WDR Mediagroup).
Wie sich der Dreh anlässt und warum sich Thomas D als den "richtigen Mann für das Format" bezeichnen kann – das verrät er im Interview mit W&V Online.

Thomas D, wo ist die Verbindung zwischen Fanta Vier und dem neuen ARD-Vorabendformat "Wissen vor acht - Natur"?

Es gibt eine Verbindung von Thomas D. zu "Wissen vor acht - Natur". Ich setze mich privat für Tiere, Umwelt, Menschen und die Natur ein. Das hat vor allem die Produktionsfirma First Entertainment mitbekommen. Dort dachten sich die Verantwortlichen: Wenn wir schon ein neues Format in der Reihe "Wissen vor acht" planen und dafür einen passenden Moderator suchen, vielleicht ist es dann besser, jemanden zu nehmen, der sich privat für das Themenfeld interessiert, sprechen kann und wie ich zu den Lohas zählt. Der Öko von heute läuft ja nicht mehr in Sandalen herum.

Die ARD braucht mehr Zuschauer am Vorabend, vorzugsweise junge. Thomas Gottschalk war nicht der richtige Mann dafür – sind Sie es?

Ich habe nur gehört, dass es generell schwierig ist, den Vorabend im Fernsehen zu gestalten. Ich persönlich kümmere mich überhaupt nicht um Quoten. Gott sei Dank bin ich frei von solchen Gedanken, bei mir zählt allein die Kunst. Ich bin der richtige Mann für das Format. Das konnten wir schon festhalten, nachdem vier Testfolgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gedreht worden waren. Das gilt erst recht, nachdem jetzt 30 von insgesamt 48 Folgen im Kasten sind. Es macht einfach Spaß! Wir tun alles, um den Zuschauern in dem Zweieinhalb-Minuten-Format vor der "Tagesschau" Wissenswertes mitgeben zu können – und das gelingt der Produktionsfirma, dem WDR und mir. Das Vorabend-Problem taucht eher in der Zeit vor 19.55 Uhr auf. Da müsste mir die ARD schon erst eine richtige Vorabendserie geben, damit ich diese Frage beantworten könnte.

Wie ist Ihnen zumute als Vorgruppe des Nachrichten-Schwergewichts "Tagesschau" und als Umfeld für den wichtigsten ARD-Werbeblock des Tages?

Na, das ist doch prima. Dann sehen hoffentlich viele zu! Im Ernst: Ich fühle mich total gut damit. Die ARD hat genau die richtige Wahl getroffen, es passt einfach alles, wie wir beim Dreh bemerken. Ich bin persönlich involviert. Ich kann mich nicht verstellen, wenn es etwa um die Überfischung der Weltmeere geht. Es wird einfach deutlich, dass mich dieses Thema wahnsinnig macht, dass ich mit Herz dabei bin. Kurzum: Die Reihe bekommt dadurch eine sehr emotionale Note. Das tut dem Programm, dem Slot und der ARD gut.

In der ARD waren Sie bisher nur als Juror beim ESC präsent. Gab es für den Einsatz im Werberahmenprogramm nun ein spezielles Coaching?

Nein, es gab kein Coaching. Wir haben einfach gedreht und dann geguckt, wie sich der Rapper so macht. Sie waren alle begeistert, und ich hab mir gedacht: Ja, das kannst du machen. Da kommt allerdings schon eine Menge Holz auf mich zu – vier Folgen am Tag werden gedreht. Da erreiche ich meine Grenzen. Auch wenn ich Texte gut behalten kann, muss ich jede Menge auswendig lernen. Aber Kompliment an die Autoren: Die Texte sind so geschrieben, dass sie gut zu mir passen – und ich verändere sie ja auch.

Kein TV-Format mehr ohne Social Media – so raten Studien. Wird Thomas D zu "Wissen vor acht - Natur" twittern? Gibt es ein Facebook-Konterfei?

Ich bin natürlich auf Twitter vertreten und habe während des Drehs bereits zahlreiche Meldungen abgesetzt. Es gibt auch von mir gedrehte Podcasts, die ich online gestellt habe. Aber Social Media verlangt zeitliche Nähe. Das wird mit mir und "Wissen vor acht - Natur" schwer, denn die ersten Folgen sind "erst" ab Juli zu sehen. Das Format läuft bis in den späten Herbst hinein. Da wäre ich mit eigenen Tweets ja gar nicht mehr aktuell. Mit Sicherheit wird die Reihe im Internet und im Social Web begleitet, aber das muss ich der Senderseite überlassen. Die einzelnen Folgen später im TV, in der Mediathek oder auf DVD zu sehen, wird dem Umweltthema sowieso viel Aufmerksamkeit einbringen. Das rappt mehr.

In eigener Sache: In einer Sonderveröffentlichung der neuen W&V stellt der ARD-Vermarkter AS&S aktuelle Mediennutzungs-Trends vor. Die 28-seitige Beilage gibt es hier kostenlos als PDF-Download.

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