Splitter:
Was sonst noch in der Medienbranche passiert
ZDF hat weiter die Nase vorn, vor dem NSU-Prozess kehrt Ruhe ein, Bernd Ziesemer vor Neuanfang, Kabel Deutschland verschlüsselt weniger.
ZDF. Kann mit einem Gesamtmarktanteil von 12,9 Prozent die Marktführerschaft erneut verteidigen – zum fünften Mal in Folge trotz leichter Einbußen gegenüber März. Der Sender profitiert durchaus von der Champions League. Danach folgen ARD und RTL mit jeweils 12,1 Prozent bei den Zuschauern ab drei Jahren. Bei den 14- bis 49-Jährigen führt im April RTL mit 15,3 Prozent – wie schon im Trend zu sehen ist, der am 30. April veröffentlicht wurde. Bitter: Im April vor einem Jahr haben die Kölner noch 16,4 Prozent der Werberelevanten erreicht. Ähnlich die Bilanz bei ProSieben: leicht verbessert gegenüber Vormonat, deutlich verschlechtert gegenüber Vorjahr. Hier kommen im April 10,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe zusammen – nach 12,0 Prozent im Vorjahresmonat. Sat.1 bleibt in beiden Zielgruppen einstellig (9,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, 8,8, bei Zuschauern ab drei Jahren). Vox und RTL II bleiben eine stabile Größe bei den Werberelevanten mit 7,7 beziehungsweise 6,4 Prozent Marktanteil im April. Abgeschlagen verharrt Kabel eins mit 5,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.
NSU-Prozess. Die Chancen steigen, dass die Verhandlungen nun doch pünktlich beginnen. Das Bundesverfassungsgerichthat den Antrag eines freien Journalisten abgelehnt, der bei der Verteilung der Presseplätze in der zweiten Runde leer ausgegangen war. Die Karlsruher Richter nahmen seine Verfassungsbeschwerde erst gar nicht zur Entscheidung an. Sie sei unbegründet, weil keine Grundrechte verletzt seien, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss. Auch die Videoübertragung des Prozesses ist vom Tisch. Indes hat nach der "Zeit" und der "Welt" auch die "FAZ" erklärt, keine Klage einzureichen. Man halte den Losentscheid zwar für "fehlerhaft", heißt es aus Frankfurt, allerdings wolle man eine weitere Verzögerung des Prozessbeginns vermeiden. Mails.
Bernd Ziesemer. Der langjährige Chefredakteur des "Handelsblatts" gibt seinen Job als Geschäftsführer für Corporate Publishing beim Hamburger Verlag Hoffmann und Campe im Frühjahr 2014 auf. Vorher war bereits Günter Berg als Co-Geschäftsführer zurückgetreten, für ihn soll dem "Handelsblatt“ zufolge Daniel Kampa übernehmen. Per Mail.
Kabel Deutschland. Tut den kleineren Sendern Gutes, indem es auch sie ab sofort digital unverschlüsselt verbreitet. Davon profitieren etwa Bibel TV oder Servus TV. Ihre herkömmlichen digitalen SD-Programme sind ab sofort in mehr als acht Millionen Haushalten frei im digitalen Kabel empfangbar. Mails.
KiKa. Geht im Juni sonntags in die Märchenoffensive und zeigt Neuverfilmungen der Grimm-Stücke aus der ARD-Märchenreihe "Sechs auf einen Streich". Ab 9. Juni lädt der Kinderkanal von ARD und ZDF mit "Rotkäppchen" (HR), "Hänsel und Gretel" (RBB/SR) sowie "Schneeweißchen und Rosenrot" (MDR) auf Reisen in Märchenwelten - immer sonntags um 12.00 Uhr im "Sonntagsmärchen". Dem Ersten haben die neu verfilmten Märchenstücke in den vergangenen Jahren an den Weihnachtsfeiertagen stabile Marktanteile beschert. Zudem will der KiKa stärker auf Kinder mit Handicaps wie Seh- oder Hörschwächen Rücksicht nehmen. So sollen im Rahmen des Jahresschwerpunktes "Integration & Inklusion" mehr Sendungen untertitelt werden. Auch seien ein größeres Hörfilm-Angebot sowie ein verbesserter barrierefreier Internetauftritt geplant. Mit Untertiteln versehen werden dann unter anderem die Quizsendung "1,2 oder 3", das Nachrichtenmagazin "neuneinhalb - deine Reporter" und "Die Sendung mit der Maus". Per Mail.
History. Der Abosender hat mit Suzie Kerstgens und Sten Servaes von der aus Köln stammenden Pop-Band Klee Schirmherren für seinen bundesweiten Schülerwettbewerb History Award 2013 gefunden. Die Musiker werden am 13. Juni in München den Preis für den besten Beitrag zum Thema "Fundstücke mit Geschichte" überreichen und einige Songs zum Besten geben. Der Wettbewerb wird vom TV-Sender bereits zum neunten Mal veranstaltet. Über 350 Schüler aus zehn Bundesländern nehmen in diesem Jahr teil. Ihre Filmbeiträge können noch bis zum 21. Mai auf history-award.de angesehen und bewertet werden. Über den Sieger entscheidet das Online-Voting und ein der Entscheid der Jury um Guido Knopp und Helmut Markwort.