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20 Jahre Mauerfall: Erinnerungen an den Herbst 1989
Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Auf der Party zum 50. Geburtstag von Ulrich Schamoni, dem Gründer des Berliner Radiosenders Hundert, 6. Plötzlich stand der Berliner CDU-Politiker Klaus Landowsky auf der Bühne des Festsaals und rief, die Mauer sei auf. Ab dem Moment gab es kein Halten mehr. Der Sender hatte eine Kooperation mit Sat.1 und ich war den Rest der Nacht mit dem Moderator Uwe Schneider und dem Kamerateam von Sat.1 unterwegs. Auf der Mauer vor dem Brandenburger Tor, in der Invalidenstraße, zum Schluss auf dem Ku-Damm.
Was haben Sie damals empfunden? Kaum zu glauben, aber ich als echtes West-Berliner Kind war in dieser Nacht das erste Mal in meinem Leben im Ostteil der Stadt. Was für ein Gefühl das war? Es war einfach geil! Wildfremde Menschen geben dir Räuberleiter auf die Mauer, dazu der Zweitaktduft der Trabbis... Die Stimmung war einfach euphorisierend.
Was hat die Wende für Sie persönlich und beruflich bedeutet und verändert? Wenn man wie ich im Westen Berlins aufgewachsen ist, war die Teilung der Stadt und des Landes nie selbstverständlich - wir hatten die Mauer ja täglich vor Augen. Die Menschen kennenzulernen, die den Mut zur Veränderung hatten und haben, war ein großes Geschenk. Beruflich hat mich der Mauerfall dann ein paar Jahre später nach Hamburg gehen lassen, die Agenturszene hat sich in Berlin ja erst deutlich später entwickelt.










