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Screenshot aus dem Kampagnenvideo: Ein Tierschutzaktivist klebt einen falschen QR-Code auf ein Werbeplakat.
Screenshot aus dem Kampagnenvideo: Ein Tierschutzaktivist klebt einen falschen QR-Code auf ein Werbeplakat.

Auf Druck der Kosmetikindustrie: Tierschützer nehmen Jung von Matts "Code:NOAH" vom Netz

veröffentlicht am 08.02.2012 um 10:15 Uhr · Agenturen · Artikel

Die Tierschutzorganisation NOAH musste ihren "Code:NOAH" nach nur drei Stunden wieder vom Netz nehmen. "Code:NOAH ist vorübergehend offline", heißt es dazu auf der Website des Vereins. Offenbar haben Teile der Kosmetikindustrie wegen der rechtlich fragwürdigen Aktion Druck auf den Verein ausgeübt. Im Rahmen der Aktion waren Tierversuchsgegner indirekt dazu aufgefordert worden, einen QR-Code der Organisation herunterzuladen, auszudrucken und auf Plakate der Kosmetikindustrie zu kleben. Wer den "Code:NOAH" einscannte, landete auf einer Seite mit Bildern aus Tierversuchslaboren.

Teile der Industrie sahen in der Aktion eine direkte Aufforderung, ihre Werbemaßnahmen zu sabotieren. "Wir haben nicht dazu aufgerufen, Werbeplakate zu überkleben", verteidigt sich dagegen die NOAH-Vorsitzende Christina Kunze gegenüber W&V Online. In dem Aufruf hatte es wörtlich geheißen, man solle den QR-Code dorthin kleben, "wo er gesehen wird. Dahin, wo die Wahrheit aufgedeckt werden muss." Im Kampagnenvideo waren allerdings Aktivisten zu sehen, die Werbeplakate der Kosmetikindustrie überklebten. Die Idee zu der Aktion stammt von der Hamburger Agentur Jung von Matt/365.

Auch das Kampagnenvideo zu der Aktion auf Youtube wurde mittlerweile vom Netz genommen.

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