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Cannes 2011: Jung von Matt holt PR-Gold
Eine weitere Medaille geht auf das Cannes-Konto 2011 von Jung von Matt: Im PR-Wettbewerb gewinnt die Agentur Gold mit der Einreichung "Tramp a Benz" für den Stammkunden Mercedes. Die Agentur hatte einen Tramper auf Reisen geschickt, der ausschließlich Autos mit Stern bestieg.
Sogar für einen Grand Prix war Jung von Matt von den 16 internationalen Juroren gehandelt worden, verlor das Rennen allerdings gegen die australische Agentur Clemenger BBDO, die mit "Break up" für die National Bank in Australien punktete. Angesichts der Fülle an guten Arbeiten hätte er am liebsten mehrere Grand-Prix-Gewinner ausgezeichnet, sagt Jurypräsident Dave Senay. Das allerdings untersagen die Wettbewerbsregularien.
Insgesamt haben die PR-Juroren zehn goldene, 13 silberne und 15 bronzene Löwen vergeben. Der zweite deutsche Shortlistkandidat DDB Tribal, der mit einer Kampagne für Entega nominiert war, ging leer aus. Es habe das "verbindende konzeptionelle Element gefehlt, das die guten Einzelideen der Kampagne verknüpft", so der deutsche Juror Karl-Heinz Heuser. Damit verlief die PR-Konkurrenz für die Deutschen insgesamt enttäuschend: Nur ein Preis bei 39 Einreichungen. Im vergangenen Jahr brachten es die deutschen Agenturen bei 32 Einreichungen immerhin auf vier Löwen, darunter drei goldene.
Die Juroren waren diesmal streng, legten Wert auf langfristige Ergebnisse und Exekution statt kurzfristiger Publicity. Kaum eine deutsche Arbeit fiel in dieser Hinsicht auf. "Ich habe in vielen nationalen Jurys gesessen, aber gegen das, was ich hier gesehen habe, ist alles andere Kindergarten", lobt Heuser den PR-Wettbewerb in Cannes.
819 Arbeiten aus 60 Ländern hatte die Jury zu begutachten, was ein Einreichplus von 43 Prozent gegenüber Vorjahr bedeutet. Erneut waren es vor allem Werbeagenturen, die um die PR-Preise konkurrierten. Für PR-Agenturen scheint Cannes noch immer wenig Relevanz zu besitzen – auch das zeigen die Ergebnisse.
Strasser Redakteur










